Elektrifizierung
Wenn der Betrieb den Takt vorgibt – nicht der Netzanschluss

Von Natalie Weirich und Katharina Decken * 3 min Lesedauer

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05:30 Uhr im Verteilzentrum: Die Frühschicht startet, die ersten Fahrzeuge rollen vom Hof. Gleichzeitig kommen die letzten Lkw der Nachttour zurück. Entladen, neu beladen, nächste Abfahrt. Der Zeitplan steht. Genau hier entscheidet sich, ob Elektrifizierung im Alltag funktioniert. Nicht bei der Reichweite oder auf dem Datenblatt, sondern im engen Zeitfenster zwischen Ankunft und nächster Abfahrt.

Laden auf einem neuen Level: mit der „ChargePost“-All-in-one-Station für ultraschnelles Laden.(Bild:  Michael Pogoda)
Laden auf einem neuen Level: mit der „ChargePost“-All-in-one-Station für ultraschnelles Laden.
(Bild: Michael Pogoda)

In vielen Betrieben wird genau das zum Engpass: Mehrere Fahrzeuge kehren gleichzeitig zurück, müssen parallel geladen werden – doch die verfügbare Leistung reicht nicht aus. Ladevorgänge werden gestaffelt, Standzeiten verlängern sich, Abfahrten geraten unter Druck. Nicht das Fahrzeug ist die Herausforderung, sondern die Frage, ob Energie zum richtigen Zeitpunkt in ausreichender Leistung bereitsteht.

Elektrifizierung rechnet sich im Betrieb

In der Intralogistik sind elektrische Antriebe seit Jahren etabliert. Flurförderzeuge überzeugen durch hohe Verfügbarkeit und emissionsfreien Betrieb in Hallen. Mit der Elektrifizierung von Lieferverkehren und Werkslogistik kommen weitere Vorteile hinzu: planbare Routen, kalkulierbare Energiekosten und eine geringere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Hinzu kommen deutlich geringere Wartungsaufwände, da weniger verschleißanfällige Komponenten im Einsatz sind. Damit wird Elektrifizierung zunehmend zu einer wirtschaftlichen Entscheidung – nicht nur zu einer Frage von Nachhaltigkeit oder Regulierung.