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Lagertechnik Crown definiert „Multifunktionsfahrzeug“ neu

Höhepunkt der gestrigen Presseveranstaltung beim US-amerikanischen Flurförderzeughersteller Crown in seiner Europazentrale in Feldkirchen bei München war die Vorstellung des aktualisierten Multifunktionsfahrzeugs „WAV 60“ und die Möglichkeit, das Gerät Probe zu fahren.

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Das Multifunktionsfahrzeug „Wave“ ist vielseitig einsetzbar und leicht zu bedienen.
Das Multifunktionsfahrzeug „Wave“ ist vielseitig einsetzbar und leicht zu bedienen.
(Bild: Crown )

Kennern der Branche wird der „Wave“, das Work Assist Vehicle, wie ein alter Bekannter vorkommen: Bereits 1997 hat Crown dieses interessante Gerät in drei Varianten vorgestellt. Dabei ist Wave weder eine Hubarbeitsbühne, die zum Arbeitsplatz gefahren wird und dann dort stehen bleibt, während damit gearbeitet wird. Geschweige denn ist Wave ein Gabelstapler, denn man kann ihn ohne den sonst zwingend notwendigen Staplerschein frei bewegen. Hersteller Crown beschreibt das Gerät schlicht als den „perfekten Ersatz von Leitern“. Aber Wave ist weitaus mehr.

Mühseliges Auf- und Absteigen entfällt künftig

War das Vorgängermodell „WAV 50“, am Boden abgesenkt, noch auf eine Geschwindigkeit von 6 km/h limitiert, schafft der aktuelle „WAV 60“ immerhin 8 km/h ebenerdig und wird, je höher sich der Bediener damit aufschwingt, aus Sicherheitsgründen kontrolliert deutlich langsamer. Im Vergleich zur Arbeit mit einer herkömmlichen Rollleiter entfällt das zeitraubende Auf- und Absteigen, das spart Zeit und reduziert die Unfallgefahr. Das besondere Plus des Multifunktionsfahrzeugs beschreibt Crown mit dem Umstand, dass man mit dem Wave in einer fließenden Bewegung gleichzeitig fahren und heben kann – im Ergebnis also Zeit spart.

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Bei einer Live-Demonstration in der Crown-Europazentrale in Feldkirchen bei München konnten sich einige Journalisten von den Vorteilen des aktualisierten Modells überzeugen. Den vorgegebenen Demo-Arbeitsablauf, den ein Kommissionierer mit einer herkömmlichen Rollleiter in 1:55 min abarbeitete, schaffte er mit dem Wave in immerhin 1:23 min – und das komfortabler und vor allem sicherer als treppauf treppab. Bei in Deutschland jährlich rund 145.000 Verletzungen mit mindestens vier Tagen Arbeitsausfall (Quelle: Europäische Statistik zu Arbeitsunfällen, ESAW) ein nicht zu vernachlässigender Vorteil des Work Assist Vehicle.

Zahlreiche Sicherheits-Features am Gerät

Den Einsatzfeldern des Wave mit seinen 3 m Hub- und 5 m Greifhöhe sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Von Groß- und Einzelhandel über Fertigungsbetriebe, die Distribution, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie bis hin zum Transportwesen reicht das Spektrum. Neu am Gerät ist die elektrische Höhenverstellung der oberen Ladeplattform, die wartungsfreie Batterie mit dem integrierten Ladegerät, das „eGEN-Bremssystem“ sowie die AC-Antriebstechnik. Besonders hervorzuheben sind laut Hersteller die Sicherheits-Features: Von elektrisch überwachten Sicherheitsschranken für den Bediener über zwei Handsensoren, einen Doppelfußschalter bis zum Neigesensor sowie einem Sicherheitssensor unter der Plattform, damit beim Absenken keine Quetschungen entstehen, lässt die Arbeitsmaschine keine Wünsche offen.

Als Zusatzausstattung für den „mobilen Leiternersatz“ stehen beispielsweise Gangführungsrollen oder auch Arbeitsscheinwerfer zur Wahl. Wie vom Hersteller zu erfahren war, ist eine Lithium-Ionen-Ausstattung des Wave in Vorbereitung. Häufiges Zwischenladen der Gel-Batterie, wie sie der Li-Ion-Akku schadlos übersteht, sollte allerdings vermieden werden.

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