Logistik-Start-ups

Dem Fahrermangel elegant die Stirn bieten

| Redakteur: Bernd Maienschein

JITpay-Co-Founder Daniel Steinke (r.) und Spediteur Anthony Wandt besiegeln ihre Zusammenarbeit.
JITpay-Co-Founder Daniel Steinke (r.) und Spediteur Anthony Wandt besiegeln ihre Zusammenarbeit. (Bild: Roman Brodel)

Laut einer Einschätzung der Initiative „FairTruck“ werden im Jahr 2020 voraussichtlich 150.000 Lkw-Fahrer in Deutschland fehlen – aktuell sind es schon 45.000. Eine smarte Lösung, dem Fahrermangel zu begegnen, bietet das Finanztechnologie-Start-up JITpay.

Die Mission des Fintech-Unternehmens JITpay ist klar: Eine digitale Dienstleistung zu bieten, die Verladern, Fuhrunternehmen und Speditionen gleichermaßen von Vorteil ist – und die sich den großen Aufgaben des aktuellen Logistikmarktes stellt: Verringerung der Bürokratie, Ausbau der Digitalisierung sowie Fuhrunternehmen mit Liquiditäts- und Speditionen mit Fahrpersonalsorgen.

Eine Kombination als Alleinstellungsmerkmal

Die Lösung ist hier die Verknüpfung der Vorteile der Zentralabrechnung, digitaler Arbeitsprozesse und einer einfachen Zwischenfinanzierung. Denn JITpay verfügt über eine eigene Factoring-Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Damit kann das Start-up die Finanzierungsprozesse optimal und unabhängig an die Bedürfnisse der Kunden anpassen und im Gegensatz zu klassischen Banken eine flexible Liquiditätssteuerung anbieten. Hinzukommend entstehen durch die automatisierte Abrechnung mit Auftrags- und Erfüllungsdaten so gut wie keine Differenzen mehr, wodurch eine immense administrative Entlastung erreicht wird. Diese Kombination ist bis dato einmalig auf dem Logistikmarkt, so das Start-up.

Schließlich gehören auch die Annehmlichkeiten der Telematik-Technik zum Portfolio des jungen Unternehmens: Mit der Software „JITfleet“ lassen sich zum Beispiel Sendungsstati, verbleibende Restlenkzeiten mit einer exakten ETA-Berechnung und die wichtigsten Fahrzeugparameter übermitteln. Aufträge können somit digital gesteuert und Leistungen mit einem elektronischen „Proof of Delivery“ dokumentiert werden.

Vollständig digitalisierte Abrechnung

Zu den Kunden des Start-ups zählt etwa die Spedition Wandt. Geschäftsführer Anthony Wandt beschreibt aus seiner Sicht die Zusammenarbeit: „Die Services von JITpay in Kombination mit dem Service ,JITfleet‘ versetzen uns in die Lage, den Abrechnungsprozess vollständig zu digitalisieren: von der Rechnung für den Kunden bis hin zur Gutschrift beziehungsweise Rechnungserstellung für unseren Transportunternehmer. Ich bin total zufrieden. Wir konnten dadurch die Administration inhäusig deutlich reduzieren und erhalten Ablieferbelege digital unmittelbar nach der Zustellung.“

Das erfolgreiche Speditionsunternehmen aus Braunschweig schätzt die Vorteile digitaler Prozesse, sieht jedoch auch die Schwierigkeiten: „Wir haben keine Probleme mit der Digitalisierung – sie ist aber eine große Herausforderung. Weil wir als Schnittstellenanbieter in der Wirtschaft natürlich an jeder Ecke Digitalisierungsprozesse haben.“ Wandt weiß: „Eine riesige Aufgabe, die man Stück für Stück bearbeiten muss.“

Schutz gegen Zahlungsausfall

JITpay-Co-Founder Dennis Wallenda, der das Start-up mit dem erfahrenen Geschäftsmann Daniel Steinke gegründet hat: „Wir gewährleisten mit unserer digitalen ‚Sofort bezahlt‘-Funktion, die auf einem innovativen Algorithmus beruht, unmittelbare Zahlungseingänge. Der Fuhrunternehmer kann sich sicher sein, dass er sofort sein Geld bekommt, sobald er seine Ablieferungsnachweise an uns abgegeben hat und wir abgerechnet haben – spätestens 24 Stunden nach Leistungserbringung und nicht erst, wie so oft, nach ein paar Wochen oder sogar Monaten. Zusätzlich ist er durch JITpay auch gegen einen möglichen Zahlungsausfall geschützt.“

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