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Letzte Meile Deutschland testet autonome Zustellroboter

Hermes Germany und das europäische Technologie-Start-up Starship Technologies werden in Deutschland den Einsatz von Zustellrobotern testen. Der erste gemeinsame Pilot ist noch für den Sommer 2016 geplant, der Einsatzort noch offen.

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Teilen sich künftig den Gehweg: Passanten aus Fleisch und Blut und der autonom agierende Zustellroboter von Starship Technologies.
Teilen sich künftig den Gehweg: Passanten aus Fleisch und Blut und der autonom agierende Zustellroboter von Starship Technologies.
(Bild: Starship/Hermes )

Hermes ist der erste Paketdienst Europas, der die Zustellung von Sendungen mittels autonom fahrender Roboter erproben wird. Starship Technologies mit Büros in Tallinn, der Hauptstadt von Estland, und London wurde 2014 von den beiden Skype-Mitgründern Janus Friis und Ahti Heinla gegründet. Hermes unterstützt Starship als exklusiver Logistikpartner in Deutschland finanziell und mit der Bereitstellung von Infrastruktur, so der Hamburger Logistikdienstleister.

„Der Einsatz von Robotern kann die Zustellung von Päckchen und Paketen speziell im städtischen Raum nachhaltig revolutionieren. Dass wir ein derart spannendes wie einzigartiges Zustellprojekt in Deutschland als exklusiver Logistikpartner maßgeblich vorantreiben und mitgestalten dürfen, bietet für beide Seiten eine einmalige Chance“, so Frank Rausch, CEO bei Hermes Germany. „Hermes ist offen für neue Ideen, sehr beweglich am Markt und möchte ebenso wie wir die Entwicklung innovativer Zustellkonzepte vorantreiben. Als europaweit erster Logistikpartner von Starship passt Hermes deshalb ideal zu unserer Vision“, sagt Ahti Heinla, CEO von Starship Technologies.

Der Lieferradius beträgt 5 km

Der von Starship Technologies entwickelte Zustellroboter ist ein Fahrzeug mit sechs Rädern, wird elektrisch betrieben und bewegt sich im Schritttempo, also mit maximal 6 km/h. Ein Roboter ist 50 Zentimeter hoch, 70 Zentimeter lang und verfügt im Inneren über ein gesichertes Fach, in dem Sendungen mit einem Gesamtgewicht von maximal 15 Kilogramm transportiert werden.

Sendungen im Transportfach des Roboters sind per Sicherheitsschloss, Überwachungskamera und PIN-Code-Abfrage vor unbefugtem Zugriff gesichert.
Sendungen im Transportfach des Roboters sind per Sicherheitsschloss, Überwachungskamera und PIN-Code-Abfrage vor unbefugtem Zugriff gesichert.
(Bild: Starship/Hermes )

Ausgehend von einem „Roboter-HUB“ – etwa einem „PaketShop“ von Hermes, in dem die Fahrzeuge beladen und mit Energie versorgt werden – können die Roboter in einem Umkreis von bis zu 5 km eingesetzt werden. Auf diese Weise sind automatisierte Zustellungen innerhalb von 30 min ab Beauftragung durch den Kunden möglich. Die Kommunikation zwischen Roboter und Kunde wird später per Smartphone-App erfolgen. Die Zustellung erfolgt bis zur Haustür.

Zustellroboter erkennt sogar Zebrastreifen

Obwohl die Roboter vollkommen autonom fahren können, ist jedes Fahrzeug via Internet und GPS permanent mit einem menschlichen Operator verbunden, der mehrere Roboter parallel überwacht und bei Bedarf auch fernsteuern kann. Der Operator wird zudem automatisch alarmiert, sobald unvorhergesehene Hindernisse im Fahrweg auftauchen oder es anderweitige Störungen im Betriebsablauf gibt. Das schafft maximale Sicherheit im Straßenverkehr.

Befahren werden ausschließlich Fußgängerwege und andere für Passanten vorgesehene Bereiche wie Fußgängerzonen oder innerstädtische Plätze. Radwege und Straßenfahrstreifen nutzt der Roboter lediglich partiell und nach Rücksprache mit dem Operator, etwa beim Kreuzen von Straßen. Zebrastreifen und Ampelsysteme erkennt das System automatisch. Dafür sorgen Sensoren und neun Kameralinsen, die die empfangenen Bilddaten in Echtzeit automatisch in entsprechende Handlungsanweisungen umrechnen.

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