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Schlepper Drei „TaxiBots“ schleppen Flieger ab

Für das „Taxiing“, die Bewegung eines Flugzeugs vom Gate bis zur Startbahn, sind am Frankfurter Flughafen drei „TaxiBots“ mit einem redundanten diesel-elektrischen Antriebssystem von Siemens im Einsatz.

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Die drei „TaxiBot“-Flugzeugschlepper am Frankfurter Flughafen sparen pro Schleppvorgang bis zu 1 t Kerosin.
Die drei „TaxiBot“-Flugzeugschlepper am Frankfurter Flughafen sparen pro Schleppvorgang bis zu 1 t Kerosin.
(Bild: Lufthansa Leos)

Diese Flugzeugschlepper verrichten seit November 2014 ihren Dienst und konnten kürzlich die 100. „TaxiBot-Mission“ absolvieren. Der Einsatz der „TaxiBots“ rechnet sich: Pro Schleppvorgang reduziert sich der Kerosinverbrauch, abhängig von der Schlepperversion, beträchtlich, die Wartungsintervalle der Triebwerke verlängern sich und die Lärmbelästigung am Flughafen sinkt. Zum Beispiel ist der „Taxi-Bot Narrow Body“ für Flugzeuge mit nur einer Gangreihe wie dem Airbus A 320 oder der Boeing 737 nur halb so laut, als wenn das Flugzeug mit der Antriebskraft seiner eigenen Turbinen zur Startbahn rollt, und spart aktuell rund 150 kg Kerosin. Für diese Wegstrecke ist der Betrieb mit Turbinen einfach unwirtschaftlich. Zudem erzeugt das Flugzeug eine große Menge an CO2. Außerdem können eingesaugte Fremdobjekte die Triebwerke beschädigen.

Bis zu 1 t Kerosin pro Bereitstellung gespart

Laut Siemens spart ein „TaxiBot Wide Body“ (für Flugzeuge mit zwei Gangreihen, etwa der Airbus A380 oder die Boeing 747-400) sogar bis zu 1 t pro Flugzeugbereitstellung an der Startbahn. Die Rechnung ist einfach: Je mehr Triebwerke und je länger Distanz und Zeit der „TaxiBot-Mission“, desto größer die Einsparung. Bei zwölf Missionen pro Tag führt dies zu einer erheblichen jährlichen Ersparnis.

Für dieses Projekt liefert Siemens mit Integrated Drive Systems (IDS) den Antriebsstrang. Im Detail sind das Generatoren, Fahrmotoren, ELFA2-Umrichter und Radmodule sowie die entsprechende Elektronik samt Software. Die „TaxiBot-Wide-Body“-Serie mit einer Antriebsleistung von rund 1 MW soll ihr Debut Ende Juni auf dem Testflughafen in Chateauroux (Frankreich) geben.

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