Transport Logistic

End-to-End-Lösungen für digitale Prozesse in Echtzeit

| Redakteur: Bernd Maienschein

Durch das Einbinden von Geo- und GPS-Daten lassen sich die intelligenten Behälter des Forschungsprojektes „DProdLog“ orten und verfolgen.
Durch das Einbinden von Geo- und GPS-Daten lassen sich die intelligenten Behälter des Forschungsprojektes „DProdLog“ orten und verfolgen. (Bild: Euro-Log)

Logistik-IT-Dienstleister Euro-Log stellt auf der „tl“ neueste Projekte und Anwendungen zur Digitalisierung unternehmensübergreifender Logistikprozesse vor. Am Stand erleben Besucher anhand einer Virtual-Reality-(VR-)Anwendung Ergebnisse des IoT-Projektes „DProdLog“.

Unter dem Leitmotto „Digitale Logistik. End-to-End. In Echtzeit.“ präsentiert sich die Euro-Log auf der Transport Logistic. Im Fokus des Messeauftrittes stehen aktuelle Kundenprojekte in der Digitalisierung von Logistikprozessen, vor allem im Steuern von Beschaffung, Distribution und Behälterkreisläufen. Zudem erleben Besucher in einer interaktiven VR-Umgebung, wie sich im Rahmen des Forschungsprojektes „DProdLog“ mit Sensoren ausgestattete Behälter selbstständig verwalten.

VR zeigt intelligenten Behälterkreislauf

Das von Euro-Log geleitete Forschungsprojekt „DProdLog“ verfolgt die prototypische Realisation einer modularen IoT-Serviceplattform, um produktionsnahe logistische Dienstleistungen zu digitalisieren. Dazu zählen Kanban-Lieferungen von Zwischenprodukten an die Montagelinien, die Versorgung von Maschinen mit Material oder das Steuern von Transporten zwischen unterschiedlichen Produktionsstätten. Mit Sensoren ausgestattete Behälter kommunizieren selbstständig über die IoT-Serviceplattform und teilen mit, was sie enthalten, wo sie sich befinden und wann sie ausgetauscht oder befüllt werden müssen. Weiterhin sammeln sie Informationen zu externen Einflüssen, wie Erschütterungen und Temperatur während des Transportes. Die dabei angewandten innovativen Technologien spiegeln den Einfluss von Industrie 4.0 in der Logistik wider. In einer virtuellen Realität werden Besucher ein Teil des intelligenten Behälterkreislaufes und können am Prozess interaktiv teilnehmen.

Entfallen manueller Eingaben

Mit dem digitalen Behältermanagementsystem von Euro-Log standardisieren Unternehmen aller Branchen ihre Behälterprozesse und erhalten zu jeder Zeit einen umfassenden Überblick über den aktuellen Bestand ihrer Behälter. Standort und Verweildauer der Behälter, Boxen oder Transporthilfsmittel lassen sich lückenlos in Echtzeit verfolgen.

Das Euro-Log System ermöglicht die Überwachung des Behälterstatus in Echtzeit.
Das Euro-Log System ermöglicht die Überwachung des Behälterstatus in Echtzeit. (Bild: Euro-Log)

Dies überzeugte den Fleischverarbeiter Bell Schweiz AG. Durch das Scannen der eingesetzten Behälter am Warenausgang entfallen manuelle Eingaben und das Potenzial von Fehlerfassungen sinkt. Auf den ersten Blick erkennt Bell die Bestände der Werke und etwaige kritische Lieferungen. Bei drohendem Verzug kann Bell seine Kunden frühzeitig informieren. Basis des Prozesses ist die unternehmensübergreifende Serviceplattform von Euro-Log. Diese verbindet alle Prozesspartner miteinander und sorgt für eine transparente und effiziente Lieferkette. Den Einsatz des Behältermanagementsystems thematisiert Euro-Log auf der Messe in einer der vielzähligen Q&A-Sessions am Stand. Teilnehmer bekommen dabei nicht nur neueste Entwicklungen und Trends vermittelt, sondern auch die Gelegenheit, sich mit den Logistikexperten von Euro-Log direkt auszutauschen.

Frühzeitige Korrekturmaßnahmen

In einer weiteren Q&A-Session wird gezeigt, wie Automobilhersteller ihre Werksversorgung durch die nahtlose Verbindung von Beschaffungs- und Transportmanagement gewährleisten. Ausschlaggebend dafür sind das Verarbeiten und Bereitstellen von Informationen in Echtzeit entlang der gesamten Logistikkette. Diese sorgen für eine End-to-End-Prozessstabilität und liefern Messpunkte für Prozessabweichungen im Track-&-trace. Die daraus resultierenden Alerts ermöglichen Werksdisponenten ein frühzeitiges Einleiten von Korrekturmaßnahmen. Die dahinterstehenden Technologien zur Digitalisierung multimodaler Liefer- und Vertragsketten sind dabei branchenübergreifend einsetzbar. Dadurch behalten nicht nur Automobilhersteller oder andere produzierende Industrieunternehmen die volle Kontrolle über ihre Logistikprozesse. Auch Transportdienstleister und Lieferanten steuern ihre Transporte effizient und unter Einbeziehung von Echtzeitdaten.

Euro-Log, Halle A3, Stand 200

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