Shuttles

Hidden Champion setzt auf Shuttle-Technik

| Autor / Redakteur: Christiane Straßenburg-Volkmann / Bernd Maienschein

Fünf Ylog-Shuttles sind bei Witt-Gasetechnik im Einsatz. Sie lassen bis zu zehn Doppelspiele pro Stunde zu.
Fünf Ylog-Shuttles sind bei Witt-Gasetechnik im Einsatz. Sie lassen bis zu zehn Doppelspiele pro Stunde zu. (Bild: Dobülog)

Witt-Gasetechnik wagt den Sprung in die Lagerautomatisierung und nimmt ein neues Shuttle-System in Betrieb. Nach intensiver Prüfung verschiedener Technologien folgt das Unternehmen dabei dem Rat von Logistikplaner Dobülog – komfortable Expansionsmöglichkeiten für bestehende Platzverhältnisse inklusive.

Oft sind es die unauffälligen Dinge, auf die es ankommt, oder die eher leise auftretenden Unternehmen, die bei näherem Hinsehen Großes leisten. Die Witt-Gasetechnik GmbH & Co. KG aus Witten im Ruhrgebiet gehört zu diesen „Hidden Champions“ – sowohl in Bezug auf die Produkte als auch, was die Größe des Betriebs betrifft.

1945 als Zweimannunternehmen gegründet, ist Witt mit heute rund 200 Mitarbeitern per Definition lediglich mittelgroß, doch die Bedeutung, Absatzzahlen und Verbreitung seiner Erzeugnisse machen den „heimlichen Gewinner“ zu einem der Weltmarktführer, wenn nicht zu der Nummer eins in seiner Produktkategorie. Gasmischer und -analysatoren, Gassicherheitsarmaturen und Dichtheitsprüfgeräte prägen das Portfolio, das vor allem aus metallischen Teilen besteht. Diese werden zum Beispiel in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, in der Metallbearbeitung oder auch in der Medizin- und Lasertechnik eingesetzt.

Schwierige Aufgabe

„Sicherheit beim Einsatz von Gasen“ garantiert Witt seinen Kunden auf allen Kontinenten und in mehr als 80 Ländern. Bei ausgeprägt globaler Ausrichtung und hoher Exportquote bleibt der Kern von Witt-Gasetechnik „made in Germany“. Dazu zählen auch die Produktion und die zentrale Logistik.

Hier galt es jüngst für die Verantwortlichen, eine besondere Herausforderung anzunehmen: In einer bestehenden Gebäudestruktur sollten neue Produktionsflächen geschaffen und dabei zugleich die Lagerkapazität erhöht und der Materialfluss beschleunigt werden. Eine schwierige Aufgabe, zu deren Lösung sich Witt-Gasetechnik Beratung beim Unternehmen Domnik und Bücker, Logistik, Beraten und Planen GbR (Dobülog) aus Bad Sassendorf und Dortmund einholte.

Kernanforderung: mehr Platz

„Expansionsmöglichkeiten für bestehende Platzverhältnisse zu schaffen, war die Kernanforderung, der wir uns stellten“, bringt es Andreas Bücker, Dobülog-Geschäftsführer und -Mitinhaber, auf den Punkt. Und er fährt fort: „Zudem galt es, intralogistische Prozesse weiter zu optimieren und damit reibungsloser und effizienter zu gestalten.“

Im Jahr 2013 traten Bücker und sein Kompagnon Federico Domnik erstmals mit einer detaillierten Bestandsaufnahme und Istanalyse bei Witt-Gasetechnik an. Diese ergab eine natürlich gewachsene, aber dezentrale Lagerlogistik, die im Wesentlichen aus drei räumlich voneinander getrennten Bereichen bestand: einem Fachboden-Regallager auf circa 280 m², einem Verschieberegallager auf rund 170 m² und einem Palettenlager auf 200 m². In diesen Lägern wurden Kleinteile in Form von Rohstoffen, Halbfertigerzeugnissen und Fertigwaren gelagert.

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