Transportüberwachung

Immer wissen wo die Ware ist

| Redakteur: Gary Huck

Im Rahmen von Sasch wird an Lösungen geforscht, mit denen Ladungen einfach nachverfolgt werden können.
Im Rahmen von Sasch wird an Lösungen geforscht, mit denen Ladungen einfach nachverfolgt werden können. (Bild: BLG)

Wo ist die Ware? Kommt sie pünktlich an? Verläuft der Transport nach Plan? Diese Fragen sollen Logistiker in Zukunft mit den Lösungen des Forschungsprojekts Sasch einfach beantworten können.

Fünf Unternehmen sind an dem Forschungsprojekt Sasch beteiligt. Seit Oktober 2016 arbeiten GS1 Germany, Bosch Connected Industry, das Bremer Institut für Produktion und Logistik (Biba), Queo und BLG Logistics an Systemen, um den Transportstatus und den Zustand einer Ware durchgängig zu erfassen und abzubilden. Jeder der fünf Partner konnte dabei mit seiner spezifischen Expertise einen Beitrag zum Gesamtprojekt leisten.

Um die Position einer Ware im Blich zu behalten, steuerte Bosch Sensoren bei, die an Paletten, Kleinladungsträgern, Gitterboxen oder anderen Sonderladungsträgern befestigt werden können. Die Stromversorgung der Geräte läuft laut Hersteller für bis zu neun Jahre. Sie senden Daten zu Position und Umwelteinflüssen zuerst an eine Cloud und dann über ein Gateway per Mobilfunk an das System des Kunden. Das Gateway kann entweder im Lager oder an Lkw und Paletten angebracht werden.

Vor Transportbeginn sicherstellen, dass die richtige Ware geliefert wird

Mit einem Bildverarbeitungssystem von Biba und 3D-Kameras lassen sich Produkte bereits während des Verpackungsvorganges erfassen und zählen. So soll schon vor Transportbeginn sichergestellt werden, dass die richtige Ware in der tatsächlich bestellten Menge ausgeliefert wird.

Sensoren müssen eindeutig zugeordnet und die erhobenen Daten müssen zwischen den Projektpartnern ausgetauscht werden können. Dafür ist GS1 zuständig. Alle Sensoren wurden mit GS1-Data-Matrix-Code ausgestattet. Das heißt, sie verfügen über einen Barcode, der eine eindeutige Seriennummer enthält. Der Schnittstellenstandard Epcis ermöglicht den Datenaustausch untereinander.

Queo entwickelte eigens für das Forschungsprojekt eine IoT-Plattform. Dort werden nach Angaben des Unternehmens alle Sensordaten zentral gespeichert und mit weiteren Informationen aus der Lieferkette angereichert. Diese „veredelten“ Daten gehen dann an die Kunden. Zusätzlich nutzen Bosch und Queo noch Algorithmen, um Vorhersagen zu Ankunftszeiten zu treffen.

Praxistests in internationalem Logistiknetzwerk

BLG stellte sein internationales Logistiknetzwerk für Praxistests zur Verfügung. Dabei wurden Waren entlang einer multimodalen Lieferkette von Bremen nach Vance nachverfolgt. Zusätzlich wurde das System auch an einer innerdeutschen Transportkette getestet. Aus diesen Tests konnten zusätzliche Anforderungen an Hard- und Software sowie Erkenntnisse zur Sensorlogistik gewonnen werden.

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Alle Systeme, die im Rahmen von Sasch erprobt wurden, sollen in Zukunft bei den Partnern weiterentwickelt und für Kundenanwendungen zur Verfügung gestellt werden.

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