Cross-Boarder-Logistik
Internationales Wachstum scheitert oft an der Logistik

Von Stefan Böhler * 4 min Lesedauer

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Internationaler Handel braucht kein besseres Marketing – sondern eine bessere Lieferkette. Hier sind fünf operative Blockaden, die internationales Wachstum ausbremsen und ein Blueprint für mehr Kontrolle, Planbarkeit und Skalierung.

Internationales Wachstum scheitert häufig nicht am Markt an sich, sondern an der eigenen Lieferkette.(Bild: ©  Ainul - stock.adobe.com)
Internationales Wachstum scheitert häufig nicht am Markt an sich, sondern an der eigenen Lieferkette.
(Bild: © Ainul - stock.adobe.com)

International zu verkaufen war nie einfacher und gleichzeitig in der Umsetzung nie anspruchsvoller. Kunden erwarten auch jenseits der Landesgrenzen kurze Lieferzeiten, reibungsloses Tracking und einfache Retouren. Parallel steigt die Komplexität in der Abwicklung: unterschiedliche Carrier-Landschaften, landesspezifische Retourenanforderungen und mehr Regelwerke. Auch können je nach Zielmarkt die Zollprozesse in der Praxis stark variieren. Viele Händler erleben aktuell, dass der internationale Handel an fehlender Kontrolle in der eigenen Lieferkette scheitert.

Blockade 1: Lieferversprechen nicht operationalisiert

„Lieferzeit zwei bis drei Tage“ ist schnell kommuniziert, aber schwer zuverlässig einzuhalten. Das gilt besonders, wenn Cut-off-Zeiten, Pick-&-Pack-Kapazitäten, Carrier-Performance und länderspezifische Laufzeiten nicht zusammen gedacht werden. Häufig werden Servicelevel im Check-out versprochen, die nur an guten Tagen funktionieren. Die Folge sind verspätete Zustellungen, steigende Support-Tickets und sinkende Wiederkaufsraten.