Fördertechnik

Macht 5G aus FTS effiziente Materialflusssysteme?

| Redakteur: Bernd Maienschein

Auf dem „hubraum 5G Ecosystem Summit“ der Deutschen Telekom war EK Automation mit seinem Transportroboter „FAST MOVE“ vertreten.
Auf dem „hubraum 5G Ecosystem Summit“ der Deutschen Telekom war EK Automation mit seinem Transportroboter „FAST MOVE“ vertreten. (Bild: Deutsche Telekom)

EK Automation hat auf dem „hubraum 5G Ecosystem Summit“ der Deutschen Telekom in Berlin demonstriert, wie eine smarte Fabrik aussehen könnte: dank des neuen Mobilfunkstandards 5G und Intelligenz in der Edge Cloud.

EK Automation aus Rosengarten, Hersteller von fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTS), die sich zu fahrerlosen Transportsystemen (FTS) kombinieren lassen, ist eines von 18 Unternehmen aus neun Ländern, die ihre 5G-Ideen in den vergangenen Monaten unter Live-Bedingungen ausprobieren konnten. Das Programm „hubraum 5G Prototyping“ der Telekom hat das Ziel, die Entwicklung neuer Anwendungen für die schnelle Mobilfunktechnik 5G zu beschleunigen. Gleichzeitig soll identifiziert werden, welche 5G-Dienste die höchste Relevanz haben.

Reaktion auf Unterbrechungen in Echtzeit

Für das Projekt stattete EK Automation seinen vollständig automatisierten, ultraflachen Transportroboter „FAST MOVE“ mit mehreren 3D-Kameras aus und implementierte erstmals eine 3D-Hinderniserkennung mit dynamischer Pfadplanung in der Edge Cloud. EK Automation zeigte so eindrucksvoll, wie mobile Transportroboter mit intelligent vernetzter 3D-Sensorik effizient und unmittelbar auf Störungen im Materialfluss reagieren können.

Der Transportroboter sendete die Aufnahmen der 3D-Kameras nahezu in Echtzeit über das von der Telekom bereitgestellte 5G-Mobilfunknetz zur Analyse in die Cloud. Damit war das Fahrzeug in der Lage, sofort auf in den Fahrweg platzierte Hindernisse zu reagieren und diesen auszuweichen. „Der neue 5G-Mobilfunkstandard mit Übertragungsraten von mehr als einem Gigabit pro Sekunde bietet für die Industrie 4.0 mehr Sicherheit und höhere Kapazitäten. Er ermöglicht zum Beispiel, eine größere Zahl von Transportrobotik-Fahrzeugen zu koordinieren“, erklärt Jan Drömer, CIO von EK Automation.

Campus-Netze sind ein Schlüssel

Für effiziente Produktionsabläufe sind der flexible Einsatz von Maschinen und Geräten in Verbindung mit einer schnellen und zuverlässigen Materialversorgung unerlässlich. Ein Schlüssel dazu ist die drahtlose Vernetzung von Produktionsstätten durch den Ausbau von Mobilfunkinfrastruktur, sogenannte Campus-Netze für ein definiertes lokales Firmengelände. Als dedizierte Funknetzinfrastruktur auf Basis moderner Mobilfunkstandards wie LTE und 5G schaffen sie ideale Voraussetzung für den Einsatz von intelligenten Transportrobotern in der smarten Fabrik. Wie EK Automation angibt, will man den FTS-Einsatz für eine effiziente Produktion gemeinsam mit der Deutschen Telekom weiter vorantreiben.

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