Flurförderzeuge

Mit Wasserstoff durchs Logistikzentrum

| Redakteur: Robert Weber

(Bild: LMH)

Linde Material Handling und die Projektpartner Fronius International, DB Schenker, OMV und Joanneum Reseach starteten mit der Übergabe des ersten von insgesamt zehn Niederhubwagen mit Brennstoffzellen-Hybridantrieb an den Projektpartner DB Schenker und der Inbetriebnahme der ersten Wasserstoff-Hallenbetankungsanlage in Europa die Feldphase des Forschungsprojekts „E-Log-Biofleet“.

Zielsetzung des Projekts ist, die Produktivität batteriebetriebener Gabelstapler und Lagertechnikgeräte zu erhöhen, die bislang durch Batterieladung und -wechsel, beschränkte Lebensdauer der Batterie und hohen Wartungsaufwand begrenzt wird. Lösungsansatz ist das HyLOG-Fleet-System von Fronius, das die Batterie ersetzt und in Zusammenarbeit mit Linde Material Handling für den Einsatz in Lagertechnikgeräten entwickelt wurde.

Es besteht aus einer PEM-Brennstoffzelle als Range-Extender, einem Lithium-Ionen-Akku und einem auf 200 bar ausgelegten Wasserstoffdrucktank. Das Paket bietet eine Nennleistung von 2,6 kW im Dauerbetrieb und kann kurzzeitig 11 kW Spitzenleistung abgeben. „Die Erfahrungen mit der Machbarkeitsstudie HyLOG haben uns die Vorteile der Brennstoffzelle – kurze Betankungszeiten und Vermeidung von Batteriewechsel – klar aufgezeigt. Wir sehen die Brennstoffzelle als Zukunftstechnologie in der Intralogistik“, sagt Ewald Wahlmüller, Projektleiter, Fronius International.

Wasserstoff wichtig für Mobilität der Zukunft

Der Standort von DB Schenker in Linz bot sich für den Versuchseinsatz der Fahrzeuge im regulären Betriebsablauf an. Dort wurden alle Vorbereitungen getroffen, um ihre Alltagstauglichkeit zu testen und zu belegen. Ermöglicht wird der Feldversuch durch die von OMV entwickelte und in Europa bislang einzigartige Hallenbetankung. „Wasserstoff wird ein wesentlicher Beitrag für die Mobilität der Zukunft und spielt daher eine wichtige Rolle für die OMV. Mit dem Einsatz dieser neuen Technologie auch in Logistiknutzfahrzeugen ist zu sehen, wie breit das Anwendungsfeld von Wasserstoff ist“, ist Gerhard Roiss, Generaldirektor, OMV AG, überzeugt.

Die Anlage wurde für den Innenraumeinsatz umgebaut und stellt einen maximalen Fülldruck von 350 bar bereit. Die angeschlossene Wasserstoffproduktion am Ort reformiert Methan aus Biogas zu Wasserstoff. Die verbleibenden neun Niederhubwagen der Versuchsflotte werden im Lauf der nächsten Monate ausgeliefert; die Feldphase ist auf ein Jahr ausgelegt, in dem die technologische Reife des Systems sowie dessen Vorteile bezüglich Produktivität und Ökologie verifiziert werden. „Der Einsatz neuer Technologien und nachhaltiger Energieträger ist fester Bestandteil unserer Strategie. Die Brennstoffzelle und somit das E-Log-Biofleet-Projekt spielen dabei eine wichtige Rolle“, erklärt Ralf Dingeldein, Geschäftsbereichsleiter Neufahrzeuge, Linde Material Handling.

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