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Automatisierung Palettenpuffer für Pudding

Redakteur: Robert Weber

Aufgrund steigender Gebindegrößen entschied sich die niederländische Milchkooperative Arla Foods, ihr automatisiertes Logistikzentrum in Nijkerk um einen neuen Palettenpuffer zu erweitern. Dieser Puffer dient dazu, Paletten mit Milchprodukten vorübergehend zu lagern. Einmal pro Tag werden diese per Stapler auf Lkw verladen. Klug lieferte die Technik.

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(Bild: gänseblümchen / pixelio.de)

Als Generalunternehmer realisierte das deutsche Unternehmen den neuen Palettenpuffer auf einem bestehenden Zwischengeschoss im Lager Nijkerk und berücksichtigte bereits mögliche zukünftige Erweiterungen im Hinblick auf Kapazität und Leistung. Darüber hinaus wurde der neue Puffer in die bestehende Fördertechnik integriert und die IT-Middleware ersetzt. Bestehendes WMS und bestehendes Host-System wurden logisch angebunden.

50 Doppelspiele pro Stunde

Der neue Puffer umfasst 1537 Palettenstellplätze, die auf 189 Kanäle verteilt sind. Diese werden von einem Regalbediengerät (RBG) mit einem batteriebetriebenen Satelliten versorgt. Dieses RBG hat eine Leistung von 50 Doppelspielen pro Stunde. Das neue System wird von drei Modulen aus dem Klug-Iwacs-Konzept (integrated Warehouse Administration and Control System) gesteuert: WM für Warehouse Management, MFC für Materialflusssteuerung und SAV für Service, Analyse und Visualisierung.

Produktion durfte nicht stoppen

Auf die Intralogistiker warteten einige Herausforderungen bei dem Projekt, das in fünf Monaten realisiert wurde. Alle Installations-, Integrations-, Umbau- und Inbetriebnahmearbeiten mussten während des laufenden Betriebs erledigt werden, da die Produktion nicht gestoppt werden konnte. Die IT-Funktionalitäten der bestehenden Nicht-Standard-Middleware mussten auf der WM-Plattform von Iwacs abgebildet werden. Außerdem musste die bestehende Middleware zwischen Host und bestehendem WMS ebenfalls während des laufenden Betriebs umgerüstet werden.

Eine weitere Hauptaufgabe von Iwacs ist die Integration und Steuerung der Prozesse im neuen Puffer und dem bestehenden Lager: Da der Bestand auf die beiden Lagerorte verteilt sein kann, ist das allgemeine und kundenbasierte Fefo-Prinzip (First expired, first out) bei Bestandszuweisung und Auftragsfreigabe eine komplexe Aufgabe. Zudem muss der Bestand gleich verteilt sein.

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