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Logistikzentrum Power-Modul-Hersteller Semikron nutzt neues Logistikzentrum für weiteres Wachstum

| Redakteur: Gerd Kucera

Der Hersteller von Leistungselektronik, Semikron, hat die Nürnberger Zentrale um ein Logistikzentrum mit 12.300 m² Nutzfläche erweitert und meldet zugleich ein Umsatzplus von 68% für 2010.

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„Wir machen vor, nicht nach“: Geschäftsführer Semikron Dirk Heidenreich (CEO, links) daneben Peter Frey (COO) und Dr. Thomas Stockmeier (CTO)
„Wir machen vor, nicht nach“: Geschäftsführer Semikron Dirk Heidenreich (CEO, links) daneben Peter Frey (COO) und Dr. Thomas Stockmeier (CTO)

Zeitgleich zum 60-jährigen Firmenjubiläum hat der Hersteller von Leistungselektronik das bisherige Betriebsgelände auf nunmehr 42.000 m² ausgebaut. Weltweit wurden zusätzlich in den Jahren 2010 und 2011 insgesamt 114 Mio. € in den Ausbau von Produktionsflächen und Fertigungsanlagen investiert.

Zum Zeitpunkt des Jubiläums nennt das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 545 Mio. €, was einem Jahreswachstum von 68% entspricht. Seit der Entwicklung und Einführung des ersten Dioden- bzw. Thyristormoduls im Jahr 1975 ist Semikron nach eigenen Angaben Marktführer in diesem Sektor. Laut der Studie „The Global Power Semiconductor Market 2010" des Marktforschungsinstitutes IMS Research liegt Semikron nach wie vor mit 30% Marktanteil an der Branchenspitze. 31% des Umsatzes wird im Markt für erneuerbare Energien erzielt, dessen Umsatzvolumen sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt hat. Das Ergebnis liegt damit knapp hinter dem des Antriebssektors, der einen Anteil von 35% hat.

Engagement bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen

Zu Beginn der 90-er Jahre entwickelte Semikron die ersten IGBT-Module für den Einsatz in Windturbinen. Mit ihrem Aufbau in innovativer Druckkontakttechnologie und den integrierten Leistungs-, Ansteuer- und Schutzfunktionen wurden die Module den Anforderungen dieses völlig neuartigen Applikationsfeldes hinsichtlich ihrer Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Leistungsdichte gerecht.

Auch Erfahrungen auf dem Gebiet der hybriden und elektrisch betriebenen Fahrzeuge sammelte das Nürnberger Unternehmen schon in den frühen 90ern. 2010 stellte Semikron mit SKAI ein ultrakompaktes, elektronisches Leistungssystem für Hybrid- und Elektrofahrzeuge in der Landwirtschaft und Bauindustrie sowie für Flurförderfahrzeuge und in batteriebetriebenen Fahrzeugen jeglicher Art vor. Kooperationen mit Unternehmen wie Compact Dynamics und drivetek sowie die 100%ige Übernahme der Firma Vepoint belegen das Engagement in diesem Markt. 560.000 Elektrogabelstapler und 8.250 Hybridbusse laufen heute bereits mit Technologien von Semikron.

Das Aus für Bonddrähte, Lotverbindungen und Wärmeleitpaste

Im Mai dieses Jahres präsentierte der Jubilar Semikron eine völlig neue Aufbau- und Verbindungstechnik für Leistungshalbleiter, die komplett auf Bonddrähte, Lötverbindungen und Wärmeleitpaste verzichtet. Sie ist für ihren Einsatz in Fahrzeugen und Windkraftanlagen optimiert.

Seit den bescheidenen Anfängen in Nürnberg 1951 etablierte sich das Familienunternehmen zum Global Player und erklärten Innovator in der Leistungselektronik: 3600 Mitarbeiter, 35 Tochterfirmen, 10 Produktionsstandorte und seit 36 Jahren Marktführer bei Dioden- und Thyristor-Halbleitermodulen.

„Wir machen vor, nicht nach - das ist unsere Philosophie“, konstatiert Dirk Heidenreich, CEO von Semikron International. Um auch in Zukunft das Wachstum sicherzustellen, hat Semikron weltweit den Mitarbeiterstamm von 2700 im Jahr 2009 auf 3600 im Jahr 2011 erhöht; die Anzahl der Mitarbeiter in Nürnberg stieg von 1190 auf 1500.

Das kontinuierliche Wachstums während der vergangenen 60 Jahre hat die Semikron-Gruppe unter anderem der Kontinuität des Managements zu verdanken, aber auch dem beständigen Streben nach Innovation in der Leistungselektronik, insbesondere bei grünen Technologien, mit dem Ziel der Maximierung von Effizienz und Zuverlässigkeit sowie der Minimierung der Baugrößen.

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