Leuchtturmprojekt Autonomik

RFID-based Automotive Network soll Standards schaffen

24.02.2011 | Redakteur: Bernd Maienschein

In der Automobilindustrie gilt es, komplexe Produktionsnetzwerke zu steuern und zu beherrschen. Bild: Kuka/iwb
In der Automobilindustrie gilt es, komplexe Produktionsnetzwerke zu steuern und zu beherrschen. Bild: Kuka/iwb

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Im Rahmen des Technologieprogramms „Autonomik“ soll im Projekt RAN mit standardisierten Prozessen unter Einsatz aktueller RFID-Technik die Möglichkeit eines effizienten Informationsaustausches mit Hilfe eines Infobroker-Konzeptes für die gesamte Automobilindustrie geschaffen werden.

An der Herstellung eines deutschen Fahrzeugs ist eine Vielzahl an Unternehmen beteiligt, die ein komplexes Produktionsnetzwerk bilden — Klein- und Großunternehmen, in Deutschland und in anderen Ländern auf der ganzen Welt. Diese komplexen Netzwerke gilt es zu steuern und zu beherrschen.

Branchenweite Einigung über standardisierte Methoden als Ziel

Im Projekt RAN (RFID-based Automotive Network) soll mit standardisierten Prozessen unter Einsatz modernster RFID-Technik die Möglichkeit eines effizienten Informationsaustausches mit Hilfe eines Infobrokerkonzeptes für die gesamte Automobilindustrie geschaffen werden. Es geht darum, erstmals branchenweit eine Einigung über standardisierte Methoden zu erzielen, die alle an der Wertschöpfung beteiligten Unternehmen mit einbezieht.

Der Infobroker ermöglicht den standardisierten Austausch prozessrelevanter echtzeitnaher Daten zur Steuerung und Optimierung der Wertschöpfungskette in einem dezentralen Netzwerk. Assistenzsysteme gleichen Plan- und Echtdaten miteinander ab und geben bei Abweichungen Handlungsempfehlungen.

Standardprozesse sollen Fehlerfolgekosten und Produktionsausfall verhindern

Mit diesen Steuerungskonzepten kann auf sich rasch ändernde Marktsituationen schnell und flexibel reagiert werden. Standardisiertes Auto-ID-Equipment und Prozessmodule reduzieren Suchaufwände, Sonderaktionen, Fehlerfolgekosten, Produktionsausfall, Bestände und aufwendige Rückverfolgung bei Qualitätsproblemen sowie Durchlaufzeiten. Rollenbeschreibungen für die unterschiedlichen Prozesspartner, wie Lieferanten, Dienstleister und OEM, erleichtern die Integration ins Netzwerk.

Der so entstehende Prozessbaukasten liefert damit die Bausteine und Integrationsleitfäden für neue Netzwerkteilnehmer. Mit der RAN-Zertifizierung schließt die Integration ab.

Die gemeinsam standardisierten Lösungen werden in den Anwendungsbeispielen prototypisch eingesetzt, verifiziert und optimiert. Einheitliche branchenweite Vorgaben erleichtern die Zusammenarbeit und sichern eine erhebliche Kostenersparnis.

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