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Fördertechnik „Shuttle Carrier“ kann auch ohne Schiene

Montratec präsentiert mit dem neuen „Shuttle Carrier“ eine Art selbstfahrenden Verbindungsroboter auf dem Boden. Damit wird das modular aufgebaute Transportsystem „Montrac“ dieses Unternehmens, bisher bestehend aus einem Monoschienensystem und selbstfahrenden Transport-Shuttles, um eine aktive Komponente erweitert.

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Der „Shuttle Carrier“ von Montratec ist eine Weltneuheit, die als eine Art selbstfahrender Verbindungsroboter auf dem Boden fungiert.
Der „Shuttle Carrier“ von Montratec ist eine Weltneuheit, die als eine Art selbstfahrender Verbindungsroboter auf dem Boden fungiert.
(Bild: Montratec)

Das Hightechunternehmen Montratec mit Standorten in Niedereschach (Baden-Württemberg) und Solothurn (Schweiz) hat seine Kernkompetenzen in der industriellen Intralogistik und Prozessverkettung. Jetzt bietet man mit der Weltneuheit „Shuttle Carrier“ ein selbstfahrendes Transportfahrzeug an, das ganz ohne Schienen Arbeitsplätze verbinden kann.

Freiräume schaffen

„Bei unserer ersten Präsentation auf der automatica ((19. bis 22. Juni 2018, Anm. d. Red.)) starten wir gleich mit einer Weltneuheit“, informiert Sven Worm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Montratec GmbH. „Zugleich optimieren wir mit der Entwicklung des ,Shuttle Carriers‘ die Einsatzmöglichkeiten unseres Schienen- und Shuttle-Transportsystems Montrac und machen es auch für Kunden mit schwierigen räumlichen Verhältnissen interessant.“ Worm ist überzeugt, dass sich diese Lösung in vielen Industriebereichen durchsetzen wird.

Mit dem „Shuttle Carrier“ ist es nun erstmals möglich, das Schienensystem des Unternehmens zu unterbrechen und Freiräume zwischen den Schienensegmenten und den angeschlossenen Arbeitsstationen für Fluchtwege, Transportstrecken und Gänge für Mitarbeiter zu schaffen, ohne den Produktionsprozess zu unterbrechen. „Daraus resultiert ein optimiertes kundenspezifisches Anlagenlayout, das auch den schwierigsten örtlichen Gegebenheiten beim Kunden flexibel angepasst werden kann“, so Worm.

Produktion muss nicht warten

Der „Shuttle Carrier“ fungiert als eine Art selbstfahrender Verbindungsroboter. Mittels eingebauter Sensoren erkennt er die als Streifen auf dem Boden eingezeichneten jeweiligen Fahrstrecken und fährt sie mit Geschwindigkeiten von bis zu 25 m/min ab. Eine bewegliche Schiene bildet den Abschluss des höhenverstellbaren Aufsatzes des „Shuttle Carriers“, um leere oder bis zu einem Gewicht von 50 kg beladene Transport-Shuttles von einem feststehenden Schienensegment zum anderen zu fahren und dort wieder auf die Schiene zu setzen. Damit es im Produktionsprozess keine Wartezeiten gibt und der „Shuttle Carrier“ permanent zur Verfügung steht, wird der Akku beim Andocken geladen.

Der ohnehin schon geringe Platzbedarf des modular aufgebauten Transportsystems Montrac dieses Unternehmens, resultierend aus der Kombination von integrierten, elektrisch betriebenen Weichen, Kreuzungen und Kurvenradien von gerade einmal 220 mm, Schienenanstiegen bis 12° und integrierten Liftelementen, kann mit dem Einsatz von „Shuttle Carriern“ nun noch weiter reduziert werden, heißt es vom Unternehmen aus. Die Transport-Shuttles auf der Monoschiene, die dank einer intelligenten Steuerung selbstständig das Transportziel bei Geschwindigkeiten von bis zu 55 m/min erreichen, kommunizieren via Infrarot sowohl mit den Arbeitsstationen als auch mit der Fahrstrecke. Aufgrund der autonom agierenden Streckenkomponenten bringen sie jedes Transportelement individuell an das jeweilige Ziel, so das Unternehmen.

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Montratec

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