Bleibende Innovatoren Regierung legt Start-up-Strategie mit Rüstungsfokus vor

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Bundesregierung will junge, innovative Unternehmen künftig gezielt in ihrer Wachstumsphase unterstützen. Dabei steht erstmals der Bereich Sicherheit und Verteidigung im Fokus ...

Die Bundesregierung will das Leben von Start-ups deutlich leichter machen! Sowohl was die Gründungsmodalitäten als auch die Finanzierungen angeht. Erstmals blickt man dabei auch auf Newcomer in Sachen Rüstung und Verteidigung ...(Bild:  S. Younker)
Die Bundesregierung will das Leben von Start-ups deutlich leichter machen! Sowohl was die Gründungsmodalitäten als auch die Finanzierungen angeht. Erstmals blickt man dabei auch auf Newcomer in Sachen Rüstung und Verteidigung ...
(Bild: S. Younker)

Der Kern der neuen „Start-up- und Scale-up-Strategie“ der schwarz-roten Koalition, die nun im Bundeskabinett verabschiedet wurde, adressiert zum ersten Mal auch den Verteidigungssektor. Damit soll aber auch generell verhindert werden, dass erfolgreiche Gründungen aller Art bei ihrer internationalen Expansion ins Ausland abwandern. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte, dass mit der neuen Strategie man das Fundament für die nächste Generation deutscher Weltmarktführer setzen wird. Sie verfolgt demnach drei Ziele: das leichtere Gründen, ein beschleunigtes Wachstum und eben das Halten von Innovation in Deutschland. Dafür senke man bürokratische Hürden, mobilisiere mehr privates sowie öffentliches Wagniskapital und erleichtere Gründungen direkt aus der Wissenschaft heraus. Der grundlegende Treiber für den neuen Rüstungsfokus ist demnach die gestiegene Bedeutung des Sicherheits- und Verteidigungsbereichs seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Und Deutschland sei es im vergangenen Jahr auch gelungen, das meiste Kapital europaweit in diesen Sektor zu lenken. Unternehmen wie Quantum-Systems, Tytan Technologies, Stark Defense oder Helsing haben mittlerweile Finanzierungsrunden und Bewertungen weit über die 100-Millionen-Euro-Schwelle hinaus.

Der Staat will sich als Ankerkunde profilieren

In puncto Technik bilden laut Aussage der Ministerin vor allem moderne Einsatzmittel wie Drohnensysteme, Hyperschallwaffen sowie Raumfahrt- und Satellitentechnologien zur Überwachung und zur Erfassung von Geodaten-Erfassung Schwerpunkte, deren Grundlagen oft aus zivilen Anwendungen stammen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor für diesen Markt sei die Rolle des Staates als sogenannter Ankerkunde. Wenn das Verteidigungsministerium Produkte verlässlich abnehme, sichere das nämlich die wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Finanzierung bei Banken und Investoren ab – ganz ohne direkte staatliche Fördermittel. Der Staat mag nicht der beste Unternehmer sein, ist aber ein guter Ankerkunde, wie die Politikerin anmerkt. Und um das Nadelöhr beim Zugang zu dringend benötigtem Wachstumskapital zu weiten, plant der Bund unter anderem den Ausbau des Deutschlandfonds. Dieser ist ein Förder- und Absicherungsprogramm, das durch staatliche Garantien gezielt das Investitionsrisiko abfedert, um bis zu 130 Milliarden Euro an privatem Kapital für Zukunfts- und Infrastrukturprojekte in Deutschland zu mobilisieren.

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