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Multi-User-Zentren Teilen statt haben

Autor / Redakteur: Andreas Plikat / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Logistik auf dem eigenen Werksgelände, ein kundenspezifisches Lager oder ein gemeinsam genutztes Warehouse: Jede Lagermöglichkeit hat ihre Vorteile, doch eignet sich nicht jede Variante für jeden Kunden gleichermaßen. Häufig fällt die Entscheidung aber zugunsten gemeinsam genutzter Anlagen. Auch die Mehrheit der Rhenus-Läger sind Multi-User-Standorte, an denen sich bis zu 50 Kunden die Flächen und Infrastruktur teilen.

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Außenansicht des Lagers der Rhenus Contract Logistics in Tilburg – nach BREEAM-Zertifizierung das nachhaltigste Industriegebäude der Welt.
Außenansicht des Lagers der Rhenus Contract Logistics in Tilburg – nach BREEAM-Zertifizierung das nachhaltigste Industriegebäude der Welt.
(Bild: Rhenus)

Fährt man entlang der niederländischen Autobahn A58/E312 in Richtung Eindhoven, sticht im Industriegebiet „Het Laar“ in Tilburg ein futuristisches Gebäude mit großflächigen Glasfronten ins Auge. Es ist das erst im November 2018 eröffnete Distributionslager der Rhenus-Gruppe und erinnert mit seiner Röhrenform kaum noch an ein klassisches Logistiklager. Die 60.500 m² große Anlage mit 45 Laderampen ist das modernste Lager des Logistikdienstleisters und das gemäß dem britischen Zertifizierungssystem BREEAM bestätigte nachhaltigste Industriegebäude der Welt. Bei Bedarf kann es um zusätzliche 15.000 m² Zwischengeschoss erweitert werden.

Innovativ und nachhaltig

Es ist gleichzeitig eines von drei Multi-User-Lägern der Rhenus Contract Logistics in den Niederlanden. Passend zum Erscheinungsbild des Gebäudes kommen die derzeit rund 50 Kunden vor allem aus dem Bereich Health-Tech, medizinische Geräte und der Technologiewelt. „Die Erwartungen der Kunden an ein Multi-User-Warehouse sind in den vergangenen Jahren gestiegen“, berichtet Martin van der Stam, Business Development Director der Rhenus Contract Logistics Niederlande. „Der Fokus liegt heute verstärkt auf Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung. Dies umfasst auch die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter.“ Neben der besonderen Gestaltung von Gebäude und Gelände wurden daher auch mehr als 13.600 Solarmodule auf dem Dach installiert. Mit dem jährlich erzeugten Strom können zusätzlich zum Eigenbedarf 750 Haushalte ein ganzes Jahr mit Elektrizität versorgt werden.

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Eine wichtige Rolle spielen für die Kunden auch Entwicklungen im Bereich der Robotik und Digitalisierung. Daher verfügt das Lager in Tilburg über ein robotergestütztes Lager- und Kommissioniersystem. Auf einer Fläche von 1000 m² bewegen und stauen 19 Roboter 21.000 Behälter. Das automatisierte System ist sowohl mit dem Warehouse- als auch dem Liefermanagementsystem verknüpft, Wiege- und Messscanner sind integriert. Derartige Innovationen wären gerade für kleinere Kunden alleine kaum finanzierbar. Im Multi-User-Lager profitieren sie nicht nur von der Expertise der Mitarbeiter, sondern auch von den technischen Neuerungen und standardisierten Prozessen, durch die die Effizienz jedes einzelnen Kunden steigt.

Wachstum ohne Risiko

Nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in vielen weiteren europäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich betreibt Rhenus Multi-User-Läger. Dass sich die Anforderungen der Kunden erhöht haben, kann Sophie Conte, Director Business von Rhenus Logistics France, bestätigen. „Die Produktzyklen werden immer kürzer und viele Kunden verfügen neben dem traditionellen Vertrieb noch über weitere Kanäle, etwa im E-Commerce. Ein Multi-User-Lager kann einen Kunden bei seinen Wachstumsbestrebungen unterstützen, ohne dass dieser ein übermäßiges Risiko eingehen muss.“

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