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Inventarnummer mit Datamatrix
Für die Kennzeichnung der großen Industriewerkzeuge, wie beispielsweise großer Stanzen und Presswerkzeuge, sollten ab sofort metallische Labels zum Einsatz kommen. „Wir benötigen diese metallischen Schilder aufgrund unserer Industrieproduktion, welche tagtäglich chemischen Reinigungsprozessen, starker Verschmutzung durch Öl wie auch extremen Temperaturen von 100 bis 200 °C ausgesetzt ist. Eine sichere Auszeichnung ist hier unabdingbar“, so der Vaillant-Group-Projektmanager. Bei der Auswahl der robusten Labels wurden daher folgende Ziele gesetzt: Das Material musste den extremen Industrieumgebungen standhalten, elektronisch auslesbar sein, alle notwendigen Inventardaten der Vaillant Group beinhalten und bestandssicher anzubringen sein.
In einem sechsmonatigen Testzeitraum wurden in den Umgebungen Sheet Metal-, Plastic- und Aluminium-Production Tools verschiedene Label-Materialien getestet. Als Testsieger gingen ein VA-Stahlschild mit Laseraufdruckverfahren sowie ein Aluminiumschild mit Thermodruckverfahren hervor. Opal unterstützte aktiv die gesamte Testphase als Lieferant und externer Spezialist. Final wurden folgende Labels ausgewählt und sind heute bei der Vaillant Group in den internen Prozessen im Gebrauch: ein PET-Standardschild für den Büro- und Industriebereich, ein Aluminiumlabel im Bereich der Sheet-Metal-Production und ein VA-Stahllabel für Güter im Plastikgussverfahren, die extremen chemischen Prozessen ausgesetzt sind. Auf den Etiketten wird die SAP-Inventarnummer hinterlegt, die einen Abgleich zwischen der Inventarliste und dem Ist-Zustand darstellt. Diese Nummer wird zusätzlich als Datamatrix-Code dargestellt.
Start für das Pilotprojekt
Für das Pilotprojekt wurde der Hauptstandort der Vaillant Group in Remscheid gewählt. Insgesamt wurden vier MDE-Geräte von Zebra bestellt. Der Prozessplan sah vor, dass die rund 4000 Anlagengüter des Werkes, die für Produktionszwecke dienen, eingescannt werden sollten. „Unter die Güter fallen Maschinen, Gabelstapler, Ameisen sowie Werkzeuge wie zum Beispiel Industrieschrauber. „Geringfügige Wirtschaftsgüter wurden von dem Projekt ausgeschlossen“, erklärt der Projektmanager.
Für die Umstellung auf die neue Lösung wurde im ersten Schritt die Definition eines einheitlichen Label-Layouts vorgenommen. Denn die Anlagengüter der Vaillant Group differieren in ihrer Größe enorm – vom kleinen Industrieschrauber bis zur großen Maschine. „Wir mussten also zusätzlich zu einem großen Label ein kleines Label mit den wesentlichen Informationen entwerfen, welches zudem auch im Drucker erstellbar ist“, erklärt der Vaillant-Group-Projektmanager. Mit Opal wurde zudem auch das Druckpapier festgelegt, das robust sein musste und schließlich mit Laminatschutz ausgewählt wurde.
Ebenfalls wurden die Informationen, die auf dem Display des MDE festgelegt zu sehen sein sollten, definiert. „Wir entschieden uns hier für die SAP-Felder aus dem Asset-Management, sprich Buchungskreis, Kostenstelle, Standort und Weiteres“, erklärt der Vaillant-Group-Projektmanager. Alle Scans wurden zudem mit dem Namen der Inventurverantwortlichen und einem Zeitstempel versehen. Sollte ein Gegenstand gescannt worden sein, der nicht in der Liste steht, wird dieser ebenfalls aufgenommen und für eine spätere Untersuchung gespeichert. Zudem wurden Erweiterungen auf dem MDE-Display zwecks effizienter Erfassung vor Ort implementiert. Dies beinhaltete unter anderem einen Fehlerton bei nicht richtiger Erfassung des Gutes sowie das Herunterzählen von erfassten Gütern, die von einer bestimmten Zahl zurück auf null läuft.
Im nächsten Schritt hat Opal mit den SAP-IT-Verantwortlichen der Vaillant Group die Opal-Software in das bestehende SAP-System übertragen. Hierfür wurde zuerst ein kurzer Testdurchlauf gestartet, in welchem Testmaschinen definiert, anschließend mit dem MDE gescannt und final ins SAP übertragen wurden. Nachdem dieser Testparcours positiv verlief, wurde das System in das Produktivsystem übertragen und schließlich live geschaltet.
Zusätzlich wurde die Anbindung von zwei Druckern an das System festgelegt. Zwei kompakte Standardetikettendrucker „OD5+“ von Opal wurden im Bürobereich installiert, die die jeweiligen Inventaretiketten auswerfen. Die Stahl- und Aluminiumlabel werden hingegen angeliefert.
Permanente Inventur in Planung
„Dank der Expertise von Opal verfügen wir nun über ein ,lebendes System‘, in das wir Änderungen direkt mit einfließen lassen können, um dann zu einem speziellen Zeitpunkt einen vollständigen Inventarbestand zu haben“, so der Vaillant-Group-Projektmanager. Nachdem die Erstinventarisierung abgeschlossen ist, sieht der Vaillant-Group-Projektmanager für zukünftige Inventarisierungsprozesse stark reduzierte Such- und Findungszeiten, sodass der gesamte Prozess weniger zeitintensiv wird. Aktuell arbeitet die Vaillant Group mit Opal an der Idee einer permanenten Inventur. „Wir planen, dass ein Mitarbeiter mit einem leeren Gerät, quasi einem Datensammler, im Werk während Leerlaufzeiten Assets scannt und diese drahtlos an das SAP zurückmeldet. Diese Scanvorgänge würden also permanent erfolgen, wodurch man für die kommende Inventuranforderung bereits vorbereitet ist und möglicherweise sein Soll schon erledigt hat“, so der Projektleiter.
Zusätzlich ist geplant, die Erfassung der AV-Güter in Vertriebsbüros und bei externen Lieferanten durchzuführen. Außerdem ist geplant, das Opal-System auf alle deutschen Werke auszuweiten, sodass die Erfassung von rund 10.000 Anlagengütern erfolgen kann, wie es heißt.
* Torsten Schmitz ist Area Sales Manager bei der Opal Solutions GmbH in 52428 Jülich, Tel. (0 24 61) 69 02 80, info@opal-solutions.de
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