Einkaufsmanagerindex Schwächeres Wachstum und stabilerer Arbeitsmarkt laut BME-Index

Quelle: Pressemitteilung des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. 2 min Lesedauer

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Der Stellenabbau in der deutschen Industrie hat sich im Juli deutlich verlangsamt. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Einkaufsmanagerindex hervor. Der Index gibt Einblick in den aktuellen wirtschaftlichen Zustand der Branche. Dabei zeigt sich unter anderem, dass das verarbeitende Gewerbe mit der niedrigsten Produktionsausweitung seit fünf Monaten zu kämpfen hat.

Laut BME-Einkaufsmanagerindex schrumpfte die Beschäftigung in der deutschen Industrie im Juli so geringfügig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.(Bild: ©  AnnaStills - stock.adobe.com)
Laut BME-Einkaufsmanagerindex schrumpfte die Beschäftigung in der deutschen Industrie im Juli so geringfügig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.
(Bild: © AnnaStills - stock.adobe.com)

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im Juli den fünften Monat in Folge angestiegen. Allerdings fiel der Zuwachs weniger stark aus als zuletzt, da die Unternehmen sowohl bei Auftragseingängen als auch bei Exporten geringere Zuwächse verbuchten. Das geht aus dem aktuellen Einkaufsmanagerindex unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) e.V hervor. Der Stellenabbau hat sich allerdings deutlich verlangsamt und die Beschäftigung ging so geringfügig zurück wie seit fast zwei Jahren nicht. Insgesamt bleiben die Hersteller optimistisch hinsichtlich ihrer Wachstumschancen binnen Jahresfrist, auch wenn die Zuversicht gegenüber dem Hoch von Juni etwas nachgelassen hat.

Der HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI) lag im Juli mit 49,1 Punkten marginal über dem Vormonatswert (49,0) und auf dem höchsten Stand seit fast drei Jahren. Positive Impulse kamen von den Teilindizes Beschäftigung, Vormateriallager und Lieferzeiten. Sie glichen die schwächeren Anstiege sowohl bei der Fertigung als auch bei den Auftragseingängen aus.

Beschäftigung und Auftragsbestände erneut zurückgegangen

Obwohl die Beschäftigung erneut zurückging, verlangsamte sich das Tempo des Stellenabbaus gegenüber dem Vormonat merklich und es wurde das kleinste Minus seit September 2023 verzeichnet. Die Auftragsbestände nahmen im Juli deutlich weniger stark ab als zuletzt.

Der Geschäftsausblick in der deutschen Industrie trübte sich im Berichtszeitraum nach dem 40-Monatshoch von Juni etwas ein und sackte auf den tiefsten Stand seit April ab, lag aber immer noch über dem Langzeit-Durchschnitt. Unternehmen, die optimistisch in die Zukunft blicken, knüpfen ihre Zuversicht in erster Linie an die anziehende Konjunktur, die Einführung neuer Produkte sowie höhere Investitionen.

Die wichtigsten Branchenentwicklungen

Im Konsumgüterbereich ging die Produktion trotz erneutem Auftragsplus erstmals seit drei Monaten zurück. Die Exportumsätze legten deutlich zu und die Beschäftigung näherte sich einem stabilen Niveau.

Im Vorleistungsgüterbereich schrumpften die Neuaufträge nach vier Monaten Wachstum und drückten die Fertigung. Einkaufsmengen und Lagerbestände gingen stärker zurück, während die Verkaufspreise moderat stiegen.

Der Investitionsgüterbereich verzeichnete solide Zuwächse bei Produktion, Auftragseingängen und Exportgeschäft. Die Einkaufsmenge wuchs stark, während die Vormateriallager rasant sanken. Die Geschäftsaussichten hellten sich deutlich auf.

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