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Materialfluss Werkstückträger effizient transportieren

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Energieeffizienz, Materialschonung, Qualitätssicherung und Arbeitsschutz – die Antriebstechnik Stein Softmove transportiert Werkstückträger wirtschaftlich.

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Eine individuelle Montageanlage, realisiert aus Standardkomponenten und mit Softmove-Antriebstechnik.
Eine individuelle Montageanlage, realisiert aus Standardkomponenten und mit Softmove-Antriebstechnik.
(Bild: Stein Automation)

Mit den steigenden Anforderungen an den Materialfluss in der Produktions- und Montage-Automatisierung verbinden sich mehr als nur solche Aspekte wie kontinuierliche Materialbereitstellung und möglichst niedrige Investitions- sowie Betriebskosten. Besonders gilt dies im Bereich der Material-Fördersysteme oder auch der Werkstückträger-Transportsysteme, die nach dem Einschalten einfach den ganzen Tag über durchlaufen und doch oft nichts zu transportieren haben.

Unnötiger Dauerlauf fördert nur Verschleiß aber keine Güter

Mit dem Dauerlauf gehen zudem eine erhöhte Geräuschkulisse, eine unnötiger Verschleiß, ein rauer Umgang mit dem (aufstauenden) Transportgut, und schließlich eine relative Unflexibilität einher. Weitere Kritikpunkte bei den klassischen Förder-/Transport-/Transfer-Systemen sind eine zumeist nicht regelbare also konstante Geschwindigkeit und stärkere Erschütterungen des Transportgutes. Im Bereich der Produktions- und Montage-Automatisierung mittels Werkstückträger-Transportsystemen sorgen Erschütterungen jedoch für Probleme bei der Teile-Zuführung sowie der Füge-Positionierung, was sich wiederum negativ auf die Prozesssicherheit auswirkt. Zwar gibt es durchaus Abhilfe-Möglichkeiten wie beispielsweise durch den Einbau von gedämpften Stoppern (hohes Investment, nicht jeder Werkstückträger ist sanft zu stoppen), die Möglichkeit, Motorabschaltungen einzusetzen (hohes Investment, ungenaue Positionierung), oder auch alternativ Frequenzumrichter zu verwenden (hohes Investment, nicht exakt regelbar), die sich bei einer ganzheitlichen Betrachtung aber immer als schlechte Kompromisse herausstellen.

Softmove reduziert Energieverbrauch und minimiert Verschleiß

Um nun die drängenden Wünsche der Kunden, bezüglich geringstmöglicher Betriebskosten, minimalem Verschleiß, höchster technischer Verfügbarkeit und hoher Produktivität jetzt und in Zukunft nachdrücklich erfüllen zu können, hat Stein Automation das Antriebskonzept seines Werkstückträger-Transportsystems komplett auf den Prüfstand gestellt. Es wurde ein Anforderungsprofil formuliert, das die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Verschleiß-Minimierung, die Abrieb-Minimierung, den strikt bedarfsgesteuerten Transport, variable Transportgeschwindigkeiten, kürzere Wechselzeiten der Werkstückträger aus und in die Prozessstationen sowie den schnellen und dabei schonenden Transport zum Inhalt hatte. Daraus entstand das neue Antriebssystem Softmove, das auf dem Einsatz von EC-Motoren basiert und dem Anwender sowohl prozesstechnisch als auch hinsichtlich Betriebskosten eine ganze Reihe von Vorteilen bringt: Stufenlose Geschwindigkeiten ab 0,5 und bis 20 m/min, gutes Regelverhalten für exakte Positionierung der Werkstückträger, anzusteuern über ASI oder CAN-open, weitgehend kompatibel zum Drehstrommotor, hoher Wirkungsgrad, keine Kühlrippen und keine Lüfter und somit reinraumgeeignet.

Amortisation am ersten Betriebstag

Allein durch Energieeinsparungen im Langzeitvergleich zum DC-Motor lassen sich im zweischichtigen Betrieb die Kosten erheblich reduzieren. Berücksichtigt man noch die Aufrüstkosten für gedämpfte Stopper sowie die Minimierung möglicher Stillstandzeiten durch reduzierten Materialverschleiß, längere Lebensdauer der Riemen und nur noch sporadischem Riementausch, ist die Amortisation der Mehrkosten für die Softmove-Antriebstechnik eigentlich am dem ersten Betriebstag gegeben. Darüber hinaus ergibt sich, durch die Möglichkeit des schnelleren Wechsels der Werkstückträger und in die Prozessstationen, eine spürbare Produktivitätssteigerung, weil sich die Stillstandzeiten der besagten Prozessstationen verringern. Nicht zuletzt sorgt der nun durchgängig schonendere Transport für reduzierten Verschleiß an der Anlage und an den Werkstückträgern, für ein schonendes Handling der Teile und Baugruppen oder Werkzeuge, für die individuell- kontinuierliche Versorgung der Bedarfsstellen, und zu guter Letzt für hörbar weniger Geräusche am Arbeitsplatz.

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