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Anlagenservice

Zuverlässiger als Wetterprognosen

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Eigenes Servicepersonal dauerhaft beim Kunden vor Ort vorzuhalten, ist ein Modell, das sich angesichts der technologischen Möglichkeiten nicht zwingend rechnet. „Für Stöcklin ist es wichtig, die Mitarbeiter des Kunden bereits im Vorfeld so zu schulen, dass sie etwaig anfallende kleinere Instandsetzungsarbeiten in Eigenregie durchführen können, die 3D-Visualisierung ermöglicht zuvor eine schnelle Lokalisierung“, so Stefan Stumpf. Hierfür erforderliche Ressourcen seien in der Regel vorhanden. Unterstützt werde das Personal durch die Wartungsspezialisten von Stöcklin, die die Anlagen in regelmäßigen Intervallen auf Herz und Nieren prüfen würden. Darüber hinaus stehe der Servicedesk des Unternehmens rund um die Uhr parat, an 365 Tagen im Jahr.

Predictive Maintenance kommt

„Predictive Maintenance“, also die vorausschauende Wartung, ist auf dem Vormarsch – keine Frage. „Allerdings ist die Ermittlung relevanter Daten nicht ganz trivial“, sagt Dematic-Mann Sickler. „Durch die VPN-Verbindungen zu vielen unserer Anlagen haben wir dafür einen breiten Fundus an Daten zur Verfügung, die uns bei der Vorhersage des richtigen Wartungszeitpunktes helfen.“ Allerdings sei hier noch einiges zu tun, bis die Verfahren auf die Mehrzahl der Anlagen ausgerollt werden könnten.

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„Nachdem eine starre ,Preventive Maintenance‘ in den seltensten Fällen durchführbar ist (Betriebszeiten lassen kaum Wartungszeiten zu), wird das Thema ,Predictive‘ ein Zwangszustand – was aber nicht heißt, dass solche Vorhersagen immer zutreffend sind“, weiß Kurt Hager von Daifuku. Hier gebe es manchmal sehr wohl Überraschungen. „Unserer Erfahrung nach sind Services und Bedienpersonal, die ein ,Ownership‘ für Systemteile übernehmen, mit ihren Augen und Ohren eine sinnvolle, positive Ergänzung zu Sensoren und ,smarten Daten‘“, so Hager.

Neue Form der Serviceleistung

Für Stefan Stumpf von Stöcklin ist die vorbeugende Instandhaltung eine logische Konsequenz der technologischen Entwicklung und ein Paradigmenwechsel zugleich. Statt auf Vorfälle reagieren zu müssen, könnten heute etwaige sich abzeichnende Probleme oder Defekte bereits im Vorfeld erkannt und eliminiert werden. „In diesem Sinne ist ,Predictive Maintenance‘ auch eine neue Form der Serviceleistung, die entscheidend dazu beiträgt, die betriebliche Wertschöpfung stabil zu halten. Mit dem Stöcklin DMA (Data, Monitoring & Altering) haben wir zum Beispiel eine Cloud-basierte Big-Data-Technolgie für die vorausschauende Wartung entwickelt, mit deren Hilfe sich Daten aus verschiedenen Quellen innerhalb kürzester Zeit auswerten und systematisch nutzen lassen.“

Auch für Beumer ist „Predictive Maintenance“ ein ganz wichtiges Thema, wofür man entsprechende Produkte anbietet – beispielsweise eine Smart-Maintenance-App. „Auf mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones installiert, haben Techniker unseres Customer Supports alle wichtigen Daten schnell zur Verfügung. Am Singapore Changi Airport sind unsere Mitarbeiter zum Beispiel rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche am Gepäckleitstand im Einsatz und auch für die vorbeugende Wartung zuständig, damit die Anlage ununterbrochen zur Verfügung steht und bestmöglich funktioniert“, resümiert Franz-Joseph Kleigrewe. Wartungen und Reparaturen sind seinen Worten zufolge wesentlich schneller durchgeführt, die Anlagen stünden weniger still. ■

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