Lieferketten und etablierte Logistikprozesse vieler Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 mit Unterbrechungen und neuen Herausforderungen zu kämpfen. Aktuell erhöhen der Krieg in der Ukraine, die anhaltende Energiekrise und die Inflation der Rohstoffpreise weiter den Druck auf die Supply Chains weltweit.
IoT-Tracking: Wenn keine Verkabelung möglich ist, sind einfach zu installierende, kostengünstige Tracker die erste Wahl. Standortaktualisierungen werden bei Start/Stopp und sporadisch während der Fahrt gesendet.
(Bild: Sensolus)
Wem es gelingt, seine Lieferketten und Logistikprozesse inklusive ihrer Fahrzeuge und Ladungsträger durchgängig zu digitalisieren und nachzuverfolgen, gewinnt einen präzisen Überblick über eingesetzte Assets und tatsächliches Geschehen. Damit lassen sich nicht nur Überkapazitäten einsparen und Prozesse optimieren, sondern auch die notwendige Agilität gewinnen, um in diesen herausfordernden Zeiten flexibel am Markt zu agieren.
„Gerade die nicht-stromversorgten Ladungsträger und Assets bilden allerdings für die meisten Unternehmen noch einen weißen Fleck auf der Landkarte ihrer Lieferketten und Logistikprozesse“, erläutert Kristoff Van Rattinghe, CEO und Mitbegründer von Sensolus. „Hier besteht großer Bedarf an durchgängigen Lösungen für Tracking, Vernetzung und intelligentes Management von Mehrfach-Transportverpackungen, Containern, Paletten und Co. Sensolus begleitet seit 2013 internationale Unternehmen – Airbus ist eines der bekanntesten unter ihnen – in IoT-basierten Digitalisierungsprojekten in genau diesem Bereich. Für das Jahr 2023 sehen wir folgende Trends.“
Trend #1: Die Digitalisierung der Lieferkette ist das neue Normal
Eine durchgängige Digitalisierung von Lieferketten und Logistikprozessen spart Kosten, erhöht die tägliche Produktivität und die Transparenz für alle Beteiligten. Sie schafft Agilität für flexibles Agieren am Markt und kann sogar die Grundlage für neue Geschäftsideen bilden. Diesen wirtschaftlichen Vorteilen in einem global herausfordernden Markt kann sich heute niemand mehr entziehen. Es besteht ein allgemeines Bewusstsein dafür, dass die Digitalisierung der Lieferkette jetzt zum neuen Normal wird und sich IoT-basierte Lösungen für Tracking und Vernetzung von nicht-stromversorgten Ladungsträgern und Assets immer mehr durchsetzen. Die durchgängige Digitalisierung logistischer Prozesse wird zum strategischen Vorteil in nahezu jeder Branche. Und wer nicht mitmacht, wird Marktanteile und Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Tracker-Installation: der robuste Low-Power-Tracker „Track 1100“ mit langer Laufzeit mit NB-IoT-Konnektivität und garantierter Datenwiederherstellung.
(Bild: Sensolus)
Trend #2: Commitment und Compliance treiben Investitionen weiter an
In allen Branchen wollen Verantwortliche sicherstellen, dass gesetzliche Vorgaben ebenso eingehalten werden wie eigene Zusagen gegenüber Vertragspartnern. Dies gilt beispielsweise für die Temperaturkontrolle bei verderblichen Waren, Lebensmitteln und pharmazeutischen Produkten oder für multimodale Logistik-Logbücher bei Gefahrguttransporten. Vertragliche Regelungen betreffen zum Beispiel die rechtzeitige Lieferung von Waren an Zielorte, zu denen Lieferanten keinen Zugang haben, ausreichende Pufferbestände an Verpackungen zur Vermeidung von Strafen, die Bereitstellung digitaler Standortlogbücher für Versicherungszwecke oder die Zustandsüberwachung während eines Transport zur Vermeidung unerwünschter Erschütterungen oder Schieflagen. All dies verlangt eine durchgängige Prozesskontrolle und Compliance sowie entsprechende Investitionen in lückenloses Tracking und übergreifende Vernetzung aller nicht-stromversorgten Ladungsträger.
Trend #3: Prozessintelligenz treibt die nächste Wertschöpfungswelle
Bereits seit 2015 arbeiteten IoT-Unternehmen an skalierbaren, zuverlässigen und effizienten Lösungen für die Vernetzung nicht-stromversorgter Assets und ihre Abbildung in digitalen Systemen als „digitaler Zwilling“. Dies ermöglicht Unternehmen, ihre Lieferketten und Logistikprozesse klar zu sehen und sie effektiv zu steuern – ohne die Gefahr blinder Flecken und menschlicher Fehler, die mit veralteten, manuellen Aufzeichnungen einhergehen. In den letzten Jahren wurde der Fokus mehr und mehr darauf verlagert, auch die Prozesse rund um nicht-stromversorgter Ladungsträger vernetzt zu betrachten und sie durchgängig transparent zu machen. Dadurch erhalten beispielsweise die Hersteller von Industrieanlagen Einblick in die Qualität und Leistung ihrer Verpackungsströme (KPIs), in die Aufbewahrung und Rotation ihrer Verpackungen und können benachrichtigt werden, wenn Abweichungen auftreten. Je mehr Assets vernetzt werden, desto sichtbarer werden die Prozesse, und die Prozessintelligenz kann sich endlich entfalten. So schafft die IoT-Tracking-Technologie die Grundlage für Analyseteams und KI-Plattformen: Die hier entstehenden und gesammelten Daten unterstützen wichtige Erkenntnisse für Prozessoptimierung und wertvolle Effizienzgewinne.
Web-basiert: Die Plattform wurde speziell dafür entwickelt, Millionen von Trackern skalierbar und intuitiv zu verwalten.
IoT-Tracking-Technologien entwickeln sich ständig weiter, machen den Markt unübersichtlich und stellen Verantwortliche vor die Aufgabe aus dem „Dschungel“ der IoT-Tracking-Lösungen die richtige für ihre Anforderungen zu finden. Die gute Nachricht: 2023 stehen marktreife und standardisierte IoT-Lösungen wie beispielsweise von Sensolus zur Verfügung, die durchgängig die gesamte Bandbreite abdecken: vom robusten, sensorbestückten Tracker mit langlebigen Batterien, auf die sich Unternehmen mindestens fünf Jahre lang verlassen können, über Connectivity per Low-Power-Mobilfunkverbindung oder Bluetooth als Industriestandard bis hin zu Management-Plattformen, die KI-gestützt alle Prozesse transparent und optimierbar machen. Die Entscheidungskriterien von Unternehmen an IoT-Tracking-Technologie und ihre Anbieter stellt heute vor allem die langfristige Zuverlässigkeit in den Mittelpunkt. Wichtig sind die bewährte OEM-Haftung, die Fähigkeit Tracking-Hardware kontinuierlich liefern zu können, garantiertes Lebenszyklusmanagement, Cybersicherheit, die Unabhängigkeit bei Connectivity-Anbietern etc. Verantwortliche werden damit ihre Betriebsrisiken langfristig senken.
Stand: 08.12.2025
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Trend #5: Effizienzgewinne fördern auch die Nachhaltigkeit
Die IoT-basierte Digitalisierung nicht-stromversorgter Ladungsträger und anderer Assets trägt wesentlich dazu bei, dass Unternehmen auch deutlich nachhaltiger wirtschaften können. Die durchgängige Transparenz über die eigenen Lieferketten hinweg und die erzeugte Prozessintelligenz zeigen nicht nur, wo Effizienzgewinne zu erzielen und Einsparpotenziale zu heben sind, sondern auch, wo nachhaltiger gewirtschaftet werden kann, um Klima und Umwelt zu schonen. Dank IoT-Tracking können beispielsweise vielfach Einwegverpackungen durch wiederverwendbare Optionen aus recyceltem Kunststoff ersetzt werden. Oft gehen Effizienz und Nachhaltigkeit dabei sogar Hand in Hand – zum Beispiel dort, wo unnötig gewordene Überbestände an wiederverwendbaren Ladungsträgern abgebaut und Asset-Verluste reduziert werden können oder wo eine Kreislaufwirtschaft mit gemeinsamer Nutzung von Containern, Paletten und Co. nun viel einfacher etabliert werden kann. Ressourceneinsparungen bedeuten hier nicht nur ein Weniger beim Material- und Energieverbrauch, sondern auch beim globalen Abfallaufkommen.
„Wir alle stehen bei Lieferketten und Logistikprozessen vor gemeinsamen globalen Herausforderungen“, fasst Kristoff Van Rattinghe die Trends für 2023 zusammen. „Wir gehen davon aus, dass die Digitalisierung mit ausgereiften IoT-basierten Lösungen für Tracking, Vernetzung und intelligentes Management von nicht-stromversorgten Ladungsträgern dazu beiträgt, aktuelle Digitalisierungslücken zu schließen und Unternehmen end-to-end mit Informationen versorgt, die sie bei der datenbasierten Entscheidungsfindung unterstützen – damit sie Effizienz und Prozessintelligenz erhöhen und wettbewerbsfähig durch diese volatile Zeit steuern können.“ (bm)
* Kristoff Van Rattinghe ist CEO und Mitbegründer von Sensolus in 9000 Ghent (Belgien), Tel. +32 2 2981393, info@sensolus.com