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Logistik und Transport Amis bauen neues Luftfrachtschiff für Logistikwirtschaft

| Redakteur: Robert Weber

In Deutschland und Australien forschten und basteln Ingenieure an neuen Luftschiffen für effiziente Logistikprozesse ohne Stau, Bodenstation und weniger Sprit. Jetzt haben auch die Amerikaner das Luftschiff für sich entdeckt. Aeroscraft heißt das Produkt und soll die Logistik revolutionieren. MM Logistik zeigt erste Bilder.

Die Amerikaner wollen mit dem Luftschiff auch Windparks errichten.
Die Amerikaner wollen mit dem Luftschiff auch Windparks errichten.
(Bild: Aeroscraft)

Der Hersteller Aeroscraft ist ein wichtiger Zulieferer des US-Militärs und deshalb wundert es auch nicht, dass die Entwickler auch eine militärische Variante des Aeroscrafts im Blick haben. Doch auch die Wirtschaft soll von dem neuen Luftschiff profitieren – die Logistikkketten sollen unkomplizierter werden, Just-in-Time-Lieferung zum Standard und die Treibstoffkosten um ein Drittel sinken.

MM Logistik zeigt den Aeroscraft und den Skylifter aus Australien

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Die Beladung des Luftschiffes erfolg vertikal mit einem Kransystem. Einen speziellen Landeplatz braucht das Starrluftschiff (Gerippe im Innern – siehe Galerie) nicht. Das soll die Flexbilität des Transports erhöhen. Nach Herstellerangaben soll der Transporter 66 t Fracht an Bord nehmen können. Die Geschwindigkeit wird mit bis zu 120 Knoten (etwa 222 km/h) angegeben. Das Luftschiff operiert in einer Höhe von bis zu 12.200 Fuß (rund 3,8 km). Die zurücklegbare Distanz, so die Ingenieure, soll bei 3100 nautischen Meilen (5741 km) liegen.

Die amerikanische Lösung errinnert an das deutsche Carolifter-Projekt und das australische Pendant Skylifter. Äußerlich vermeidet der Skylifter jede Ähnlichkeit mit dem deutschen Pendant Cargolifter. Die Entwicklung erinnert vielmehr an eine fliegende Untertasse – ein Ufo für die Logistikwelt (mehr in diesem Beitrag). Die Erfinder sprechen von einer Diskusform, die sich mit ihrer omnidirektionalen Funktion den Flugumständen und der Bodensituation anpassen kann. Ein Pilot steuert das Flugobjekt. Den Auftrieb sichert das „leichter-als-Luft-Prinzip“, das aus der Ballonfahrt schon seit Jahrzehnten bekannt ist.

Die Antriebs- und Richtungssteuerung verantwortet der Pilot mit der Steuerung des Zykloidalpropeller-Systems. Dadurch kann der Steuermann vertikal und horizontal Auftrieb erzeugen. Darüber hinaus bietet das System eine zusätzliche automatisierte Stabilitätskontrolle, um bei der Aufnahme der Ladung ruhig in der Luft zu liegen – Winböen bis 148 km/h sind kein Problem für das System, so die Entwickler.

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