Online-Auktionen

Beschaffungs-Tool: Wer bietet weniger?

| Autor: Bernd Maienschein

Durch ein Beschaffungs-Tool von newtron hat Automotive-Zulieferer MANN+HUMMEL etwa 500.000 Euro gespart.
Durch ein Beschaffungs-Tool von newtron hat Automotive-Zulieferer MANN+HUMMEL etwa 500.000 Euro gespart. (Bild: newtron)

Rund 500.000 Euro hat der Automotive-Zulieferer MANN+HUMMEL mit einem „betreuten Auktionsprojekt“ gespart. Durchgeführt wurde die E-Auktion von der newtron AG.

Online-Auktionen (E-Auktionen) sind im B2B-Markt etabliert. Der Hersteller von Flüssigkeits- und Luftfiltersystemen, Ansaugsystemen und Innenraumfiltern für Automotive und Maschinenbau MANN+HUMMEL startete 2015 die Ausschreibung „Printsolution“. Für alle deutschen Standorte des Unternehmens sollten dabei für eine Laufzeit von vier Jahren die Anschaffung von Druckern inklusive Verbrauchsmaterialien und Service vergeben werden. Erste Marktanalysen und Vorverhandlungen mit ausgewählten Anbietern hatten ergeben, dass mit einem Gesamtpreis von etwa 2 Mio. Euro zu rechnen war. Der Automotive-Spezialist ließ sich daraufhin von der Hamburg-Dresdner newtron AG beraten, wie mittels elektronischer Beschaffungs-Tools die Endverhandlung bestmöglich durchgeführt werden kann.

Drei Bieter in der finalen Phase

Das Unternehmen gab newtron anschließend den Zuschlag für ein „betreutes Auktionsprojekt“, bei dem der IT-Dienstleister die gesamte Abwicklung der elektronischen Auktion für den Kunden übernahm. Nachdem alle Lieferantenangebote eingeholt, bewertet und vorverhandelt waren, entschied sich MANN+HUMMEL, drei Bieter in die finale Auktionsrunde einzuladen. newtron entwickelte die für dieses Projekt geeignetste Auktionsstrategie, übernahm das komplette Setup der Auktion und begleitete die Lieferanten beim Vorbereitungsprozess innerhalb eines Testszenarios.

„Anschließend starteten wir eine zunächst auf 45 min befristete E-Auktion, die zwei Optionen für das Vergabepaket zuließ: ‚Kauf & Service‘ und ‚Miete & Service‘“, erklärt Holger Denke, Head of Sourcing Systems bei newtron. „Als Auktionstyp nutzten wir die nach unserer Erfahrung und der vorliegenden Markt- und Wettbewerbssituation hierfür beste Form: die Rangauktion.“ Das bedeutet, dass die absoluten Gebote der Wettbewerber für die Teilnehmer nicht sichtbar sind. Den Bietern wird jedoch im System angezeigt, auf welchem Rang sie sich mit ihrer aktuellen Offerte befinden, zum Beispiel „drittbestes Angebot“.

Dynamik im letzten Drittel

„Es stellte sich schnell heraus, dass wir damit einmal mehr ins Schwarze getroffen hatten. Denn es entstand vor allem im letzten Drittel der vorgegebenen Zeit eine enorm starke Bietdynamik“, so Denke. „Im Sinne der Findung des besten Preises wurde die Laufzeit mehrere Male um jeweils weitere 10 min verlängert, sodass sich die Gesamtdauer der Auktion auf zwei Stunden erhöhte.“ Mit Erfolg: Der letztlich erzielte Preis brachte für MANN+HUMMEL eine Verbesserung von rund 25 % gegenüber den erwarteten Kosten, also eine Ersparnis von etwa 500.000 Euro.

„Dieses Ergebnis übertraf alle unsere Erwartungen“, sagt Frank Führer, zuständiger Manager für den globalen Einkauf indirekter Materialien und Services bei MANN+HUMMEL. „Wir planen in Zukunft häufiger E-Auktionen durchzuführen, um Kosteneinsparungen beim Einkauf von Materialien und Dienstleistungen zu erzielen.“

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