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Lieferkettentransparenz Brexit: Zitterpartie für die Lieferkette?

| Autor / Redakteur: Janis Bargsten / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Ende Januar 2020 ist das Vereinigte Königreich endgültig aus der Europäischen Union (EU) ausgetreten. Was nun danach passiert, ist weitgehend noch offen. Eines zeichnet sich jedoch deutlich ab: Der bislang reibungslose Warenverkehr wird sich verändern. Für die Logistikbranche bedeutet dies einschneidende Konsequenzen.

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Das Dashboard von Flexport vereint Technologie, Infrastruktur und Expertise und erleichtert so die Planung und das unkomplizierte Treffen von komplexen Supply Chains.
Das Dashboard von Flexport vereint Technologie, Infrastruktur und Expertise und erleichtert so die Planung und das unkomplizierte Treffen von komplexen Supply Chains.
(Bild: Flexport)

Um den gemeinsamen europäischen Markt zu schützen und den Regeln der WTO zu entsprechen, sind Grenzkontrollen auch für den Warenverkehr zu erwarten. In der Übergangsphase benötigen gerade Unternehmen, bei denen kleinste Lieferverzögerungen große negative Folgen haben, jetzt eines am dringendsten: Planungssicherheit.

Firmen, die sich schon jetzt auf den Tag vorbereiten, an dem Großbritannien vollständig aus dem europäischen Staatenverbund ausscheidet, müssen auf Digitalisierung setzen. Oder auf die Digitalisierung ihrer Logistikpartner. Ein digitaler Spediteur wie Flexport, der die Lieferkette in Echtzeit transparent macht, kann seine Kunden durch den digitalen Wissensvorsprung unterstützen: Auf Basis der verfügbaren Echtzeitinformationen lassen sich Produktionskapazitäten verlagern. Es lässt sich so der Bezug von einzelnen Elementen umschichten oder eine Notfallplanung konzipieren. Denn mit der Errichtung von Zollbarrieren und einer komplexeren Abfertigung beim Warenverkehr zwischen der EU und Großbritannien entstehen zusätzliche Wartezeiten, die es in dieser Form bisher nicht gab. Mögliche Verzögerungen bei der Lieferung von Komponenten bedeuten für viele Anbieter in der Fertigungsindustrie große Herausforderungen, da jeder Stillstand der Produktionsbänder viel Geld kostet.

Lieferkettentransparenz in Krisenzeiten der entscheidende Wettbewerbsvorteil

So sollten Unternehmen, die aus Großbritannien Waren beziehen oder dorthin liefern, schon jetzt mögliche Risiken bedenken. Der genaue Status der Ware in der Lieferkette oder eventuelle (Zoll-)Probleme lassen sich bei der Zusammenarbeit mit digitalen Spediteuren, wie beispielsweise Flexport, einfach und in Echtzeit im Blick behalten. Die Möglichkeiten der Digitalisierung führen traditionelle, oft noch papier- und Excel-Tabellen-basierte Prozesse in die Gegenwart und ermöglichen eine Transparenz, die in der Lieferkette bisher so noch nie verfügbar war. Flexport-Kunden können auf ihrem Dashboard jeden Schritt in ihren logistischen Prozessen in Echtzeit überprüfen und haben so volle Transparenz, in welchem Lieferschritt und wo sich ihre Ware aktuell befindet. Auf Basis der digital zur Verfügung stehenden Informationen profitieren Unternehmen auch von Predictive Analytics und können ihre Logistikprozesse auf eine neue Art einfach und unkompliziert planen.

Digitale Speditionsprozesse ermöglichen das nahtlose Tracken von Warenbewegungen. Zusätzlich lassen sich auch alle vor- und nachgelagerten Prozesse auf dem Transportweg auf der Flexport-Plattform integrieren und einsehen. Dadurch ergibt sich ein transparentes Bild der gesamten Lieferkette in Echtzeit – von der Verzollung bis hin zum Be- und Entladen am Hafen sowie der Anlieferung im Lager. Der Zugriff auf diese Informationen wird durch den Kunden eigenhändig gesteuert. Gerade in einer Situation wie dem Brexit, die mit vielen Unklarheiten verknüpft ist, muss der Warenverkehr voraussichtlich komplett neu organisiert werden. Für Unternehmen, die auf zeitkritische Warenlieferungen oder Sendungen angewiesen sind, wird der Wechsel zu digitalen Logistikprozessen daher maßgeblich sein. Die gute Nachricht: Die digitalen Lösungen, mit denen Unternehmen auch den Tag X des EU-Austritts Großbritanniens logistisch erfolgreich meistern können, gibt es bereits. ■

* Janis Bargsten ist Director of Accounts und Geschäftsführer Deutschland der Flexport International GmbH in 20095 Hamburg, Tel. (0 40) 87 40 90 01, hello@flexport.com

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