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Schüttguttransport Cargill setzt beim Transport auf umweltfreundliche Antriebstechnik

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Cargill in Krefeld setzt auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Logistik. Künftig kommen rund 15 % des für die Produktion in Krefeld benötigten Rohstoffs Mais aus dem Elsass per Schiff über den Rhein mit der MS Goblin.

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Willi Vrancken, Schiffseigner MS Goblin, Scheepvaartbedrijf, Vranken BV, Sascha Odermatt, Geschäftsführer Rheinhafen Krefeld, Luc Malysse – Leiter Transportlogistik Binnenschiffahrt bei Cargill, Dr. Christoph von Reden, Geschäftsführer Cargill Deutschland GmbH (v.l.).
Willi Vrancken, Schiffseigner MS Goblin, Scheepvaartbedrijf, Vranken BV, Sascha Odermatt, Geschäftsführer Rheinhafen Krefeld, Luc Malysse – Leiter Transportlogistik Binnenschiffahrt bei Cargill, Dr. Christoph von Reden, Geschäftsführer Cargill Deutschland GmbH (v.l.).
(Bild: Cargill)

Der Schüttgutfrachter ist europaweit eines der ersten Binnenschiffe, welche die strenge Umweltauflage Euro IV erfüllt. Mit neuer Hybridtechnik reduzieren sich gegenüber herkömmlichen Binnenschiffen Stickoxidemissionen um 70 % und Rußemissionen um rund 94 %. Mit einer Länge von 135 m und einer Breite von 11,45 m fasst das Schiff 4327 t. „Für Cargill in Krefeld ist dies ein zusätzlicher wichtiger Schritt, um unsere gesamte Wertschöpfungskette, und dies schließt insbesondere den Rohstofftransport nach Krefeld ein, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten“, sagt Dr. Christoph von Reden, Geschäftsführer von Cargill Deutschland.

Ökologischer Fußabdruck soll kleiner werden

„Wir werden weiterhin konsequent daran arbeiten, unseren ökologischen Fußabdruck in unseren eigenen Produktionsprozessen wie auch bei unseren Zulieferern zu verringern.“ Cargill stellt in Krefeld aus dem nachwachsenden Rohstoff Mais verschiedene Stärke- und Stärke-Verzuckerungsprodukte für die Lebensmittel-, Pharma-, Chemie- und technische Industrie her. Krefeld ist europaweit einer der modernsten Standorte für die Verarbeitung von Mais. Cargill beschäftigt am Standort 600 Mitarbeiter.

Restwärme der Hauptmotoren wird der Heizung zugeführt

Die MS Goblin ist mit neuester Hybrid- und Nachbehandlungstechnik ausgestattet. So wird etwa die Restwärme der Hauptmotoren noch für Heizung und Warmwasseraufbereitung verwendet. Insgesamt leistet der dieselgetriebene Hybridantrieb 1838 kW. Die Beleuchtungsanlage des Schiffs setzt außerdem auf moderne, stromsparende LED-Technik. Der gesamte, während der Fahrt benötigte Strom an Bord wird durch einen Generator erzeugt.

Willy Vranken, Eigner des Schiffes, sagte anlässlich der Willkommensfeier in Krefeld: „Wir sind durch eine besondere Trinkwasseraufbereitungsanlage und einen deutlich kleineren Schiffspropeller außerdem in der Lage, auch bei extrem niedrigen Wasserständen im Rhein noch nach Krefeld liefern zu können.“ Vranken beliefert bereits in der dritten Generation den Standort Krefeld mit Mais und hat sich bewusst für die konsequent umweltfreundlichen Technologien entschieden. Gebaut wurde die MS Goblin von der Schiffswerft Boost in Trier.

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