Intralogistik

DB Schenker Logistics vertraut auf PSB

| Redakteur: Bernd Maienschein

Lager für Großladungsträger mit Paletten-RBG vom Typ PSB Maxloader.
Lager für Großladungsträger mit Paletten-RBG vom Typ PSB Maxloader. (Bild: PSB Intralogistics)

Künftig wird der Logistikdienstleister DB Schenker Logistics die Montage des Motorenwerks eines großen deutschen Automobilherstellers just in time versorgen. Seit Bestehen dieses Werks wurden über 50 Mio. Motoren gebaut, wie es heißt. Die Intralogistik kommt von PSB Intralogistics aus Pirmasens.

Nicht zuletzt wegen der komplexen Strukturen der Automobilindustrie war und ist Ziel von DB Schenker Logistics, ein externes Logistikzentrum direkt auf dem Werksgelände des Automobilherstellers zu betreiben und die Prozesse der Werksversorgung durch eine neue automatische Intralogistik optimal zu gestalten. Das 2013 in Nutzung gegangene Intralogistik-Gesamtsystem besteht aus zwei Funktionsbereichen. Der Funktionsbereich „HRL“ (Silobauweise) versorgt die Werkslinien mit GLT (Großladungsträgern), dient als Nachschublager für das AKL und puffert die von den Werkslinien zurückkommenden GLT-Leergüter. In dem neungassigen HRL sind 25.300 Stellplätze vorhanden. Die Prozesse des Funktionsbereichs „HRL“ werden im Erd- und Hallengeschoss abgebildet, das heißt die HRL-Vorzone erstreckt sich über beide Geschosse.

Unterschiedliche KLT zweifach gestapelt einlagerbar

Der Funktionsbereich „AKL“ soll die Just-in-time-Versorgung der Werkslinien mit KLT (Kleinladungsträgern) sicherstellen. Die Prozesse des Funktionsbereichs „AKL“ werden ebenfalls im Erd- und Hallengeschoss abgebildet. In einem fünfgassigen AKL (erweiterbar auf sieben Gassen) sind 49.500 Stellplätze unter Berücksichtigung des vorgegebenen Behältermixes möglich. Dabei können unterschiedliche KLT, 600 mm × 400 mm/400 mm × 300 mm/300 mm × 200 mm, sogar zweifach gestapelt, eingelagert werden, wodurch die Lagerkapazität je nach Behältermix auch zukünftig optimal und flexibel gestaltbar ist.

Das AKL fungiert als Lager für Kleinladungsträger und gewährleistet die bedarfsgerechte Bereitstellung der KLT für die Werksversorgung. Dafür ist auch eine Tourenverwaltung in der Steuerungssoftware PSB Selektron realisiert. Die Touren werden automatisch zusammengestellt. Dazu sind Bedarfsorte in Fahrkreisen zusammenzufassen. Startbare Touren werden manuell durch einen Bediener am Leitstand gestartet.

AKL-Kapazität und Kommissionierleistung jederzeit erweiterbar

Der Wareneingang (WE) einschließlich der WE-Prüfungen wird komplett im Warenwirtschaftssystem des Automobilherstellers abgebildet. Aus dem WE heraus werden dem PSB-System nur HRL-lagerfähige GLT- und KLT-Gebinde (voll oder leer) zugeführt. Die Normalleistung der Anlage beträgt im HRL 189 Auslagerungen und 188 Einlagerungen pro Stunde, im AKL 292 Auslagerungen und 292 Einlagerungen pro Stunde. Im Peak erreicht die Anlage im HRL 237 Auslagerungen und 188 Einlagerungen pro Stunde sowie im AKL 400 Auslagerungen und 80 Einlagerungen pro Stunde.

Die Erweiterung um zwei AKL-Gassen mit zusätzlichen Bahnhöfen zur Tourenbereitstellung war fester Bestandteil der Anlagenauslegung. Somit kann DB Schenker Logistics in diesem Logistikbereich jederzeit seine Lagerkapazität im AKL und die Kommissionierleistung ausbauen.

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