Zeitfenstermanagement

DB Schenker nutzt Time Slot

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Die Schenker nutzt im Multi-User-Zentrum Radeberg bei Dresden das Zeitfenstermanagement-System Time Slot von Cargoclix.
Die Schenker nutzt im Multi-User-Zentrum Radeberg bei Dresden das Zeitfenstermanagement-System Time Slot von Cargoclix. (Bild: Deutsche Bahn)

DB Schenker hat jetzt auch im Multi-User-Zentrum Radeberg bei Dresden ein Zeitfenstermanagement (ZFM) im Warenein- und -ausgang eingeführt. Nach einer Pilotphase fiel die Entscheidung auf das internetbasierte ZFM-System Time Slot des Freiburger Anbieters Cargoclix.

„Unser Hauptziel war es, lange Standzeiten zu vermeiden und die Reihenfolge der Warenein- und -ausgänge besser planbar zu machen. Das ist uns vom Start weg gelungen“, sagt Nino Walter, Standortleiter in Radeberg und Ottendorf von Schenker Deutschland. In den drei Multi-User-Lagern organisiert DB Schenker die Kontraktlogistik für namhafte Konsumgüterunternehmen und Markenartikler. In Radeberg befinden sich für Kunden aus der Medizintechnik und Verpackungsindustrie zwei Hochregallager sowie ein Blocklager mit einer Fläche von insgesamt 12.000 m². Der Standort verfügt über zehn Tore, an denen täglich jeweils 20 Lkw mit im Schnitt 750 Paletten im Wareneingang und -ausgang abgefertigt werden. „Standzeiten bis zu zwei Stunden konnten in Spitzenzeiten schon vorkommen“, sagt Walter. Zudem fehlten verlässliche Informationen zur Verteilung der Lkw-Anfahrten über den Tag, eventuelle Wartezeiten an den Toren und die Dauer der Abfertigung.

Zeitfenster können 18 Tage im Voraus gebucht werden

Nach einer nur vierstündigen Installation stand Time Slot allen Kunden und anliefernden Dienstleistern zur Verfügung und vom Start weg war die Zeitfensterbuchung ein fester Bestandteil der Prozesskette, so Cargoclix. Frachtführer oder anliefernde Unternehmen können 18 Tage vor dem Anliefertermin ein Zeitfenster buchen und zahlen dafür 50 Euro-Cent. Eine Besonderheit ist die Buchungsmöglichkeit bis zu einer Stunde vor Anlieferung oder Abholung. „Meistens werden Zeitfenster einen Tag vor Eintreffen des Lkw gebucht, aber die Möglichkeit der Last-minute-Buchung hat den Effekt einer Expressrampe. Sie sorgt dafür, dass wir eine sehr hohe Buchungsquote und keine Standzeiten mehr haben“, hat Walter beobachtet. Bei jeder Buchung erhält DB Schenker automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung, die neben den Zeitfensterdaten auch individualisierbare Informationen enthält, die für eine reibungslose Abfertigung erforderlich sind, wie beispielsweise die Anzahl der Paletten oder die Lieferscheinnummer. Das Kalenderdesign der Bedienmaske ermöglicht darüber hinaus einen schnellen Überblick über die Rampensituation.

Schnellere Abfertigung, kürzere Standzeiten

Die positiven Effekte des ZFM-Systems haben sich auch im Multi-User-Zentrum Radeberg schnell eingestellt. War vor dem Einsatz von Time Slot lediglich der Tag bekannt, an dem ein Lkw ankommt, so lassen sich heute die Bereitstellungsflächen optimal in der exakten Reihenfolge belegen, was sich vor allem im Warenausgang positiv auf die Personaldisposition ausgewirkt hat. Insgesamt hat sich die Abfertigungsdauer durch Time Slot um 33 % auf 40 min. verkürzt und Standzeiten gehören der Vergangenheit an, berichtet Walter: „Wir können unsere Mitarbeiter gezielter einsetzen und sind dadurch effizienter geworden.“ In einem weiteren Schritt soll Time Slot auch im Multi-User-Lager in Ottendorf eingeführt werden.

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