ERP und Business Intelligence

Der Geschäftsprozess wird zum Wettbewerbsfaktor

07.02.2008 | Autor / Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier

Die Business-Process-Management-Suite von Inubit vereint Business Process Modeling (BPM), Enterprise Application Integration (EAI), Workflow Management (WFM) und Business Activity Monitoring (BAM). Bild: Inubit
Die Business-Process-Management-Suite von Inubit vereint Business Process Modeling (BPM), Enterprise Application Integration (EAI), Workflow Management (WFM) und Business Activity Monitoring (BAM). Bild: Inubit

Entscheider fordern angesichts volatiler Märkte und zunehmender Vernetzung IT- und Software-Lösungen, die den Zugriff auf relevante Unternehmensinformationen und Analysen in Echtzeit ermöglichen. Die jüngste Generation von ERP- und Business-Intelligence-Software antwortet darauf mit der Möglichkeit, Unternehmensportale prozessorientiert aufzubauen.

Verschärfte Wettbewerbsbedingungen, Globalisierungsdruck, wachsende Vernetzung oder volatile Marktbedingungen, sind nur einige Herausforderungen, denen sich moderne Unternehmen gegenüber sehen. Kein Wunder, dass flexible und zukunftsfähige Prozesse mit zu den Erfolgsfaktoren im Unternehmen zählen. Wichtige Stützen bilden leistungsfähige Lösungen und IT-Systeme, die die relevanten Unternehmensprozesse abbilden und flexibel mit umsetzen.

Eine Reihe von Unternehmen werden auf der diesjährigen IT-Messe Cebit in Hannover ihre Entwicklungen dazu vorstellen. Eines davon ist die Inubit AG, ein Dienstleister, der sich der Entwicklung von Software für Business Process Management (BPM) und dem Aufbau so genannter Service-orientierter Architekturen (SOA) verschrieben hat. Mit der Inubit BPM-Suite 5.0 bietet das Unternehmen eine Weiterentwicklung im Bereich des SOA-basierten Business Process Managements.

Ein durchgängiger Produktansatz ermöglicht es Unternehmen nun mit nur einer Standardsoftware ihre Prozesse End-to-End zu modellieren und zu simulieren, sie unter Einbeziehung der benötigten Ressourcen zu automatisieren sowie in Echtzeit zu überwachen und auszuwerten.

Die Software erlaubt den Aufbau prozessorientierter Unternehmensportale, die einen zentralen Einstieg in die Steuerung und Überwachung der Unternehmensprozesse bieten. Diesen prozessorientierten Ansatz definiert das Berliner Unternehmen als „Prozessmanagement-Systeme der zweiten Generation“ – ein Konzept, das über die rein architektonisch-technischen Aspekte von SOA hinausgeht.

Bei Business Process Management steht der fachliche Prozess im Mittelpunkt

Während technische SOA-Suiten vom einzelnen Service ausgehen, wird beim Business Process Management der fachliche Prozess in den Mittelpunkt gestellt. Die technischen Services und Benutzerinteraktionen werden dann über den Enterprise Service Bus (ESB) der Suite orchestriert und mit den fachlichen Modellen so verknüpft, dass die Navigierbarkeit, Interaktion und Messbarkeit gegeben ist (Closed Loop Ansatz).

Dr. Torsten Schmale, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Inubit AG sieht in diesem Ansatz eine durchgängige Verbesserung der Unternehmensprozesse, denn BPM 2.0 gehe weit über die bislang existierenden Einzelansätze hinaus und sei der konsequente nächste Schritt, der neben den technischen Vorteilen von SOA und Prozessmodellierung auch die systematische Prozessoptimierung erstmalig messbar mache.

Das führe zu deutlichen Wettbewerbsvorteilen. In Unternehmen wird es immer entscheidender interne und externe Prozesse, als Abläufe zwischen unterschiedlichen Anwendungssystemen oder Geschäftspartnern, medienbruchfrei zu integrieren. Ob es sich dabei um Rechnungen oder Bestellungen in Papierform, EDI-Transaktionen oder Informationen auf einem RFID-Transponder handelt.

Externe Partner in interne Unternehmens-Software integrieren

Die Seeburger AG stellt dazu in Hannover sowohl Infrastrukturprodukte für den Datenaustausch und die Interpretation von Vorgängen als auch prozessorientierte Lösungen wie die automatische Bearbeitung von Bestellungen oder Rechnungen vor. Im Mittelpunkt agiert dabei der Business Integration Server (BIS) als B-to-B-Gateway.

Dieser sorgt für die Abwicklung und Integration von externen Geschäftspartnern in die internen Anwendungen. Auch die Integration von technischen Systemen entsprechend dem Produktlebenszyklus und Lösungen zur Senkung von Lagerbeständen – zum Beispiel unter Einsatz von RFID – gehören zum Portfolio.

Beispielhaft dafür steht ein RFID-Projekt mit der Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH, das im vergangenen Jahr mit dem „Elogistics Award 2007“ des AKJ Automotive ausgezeichnet wurde. Im prämierten Projekt „Lean Logistics mit RFID“ haben Bosch und Seeburger eine RFID-Lösung auf Kleinladungsträgerebene nach Kanban-Prinzipien umgesetzt: Jedem Kleinladungsträger wird eine RFID-Kanban-Karte zugewiesen, die auf ihrem Transponder Informationen wie Identifikationsnummer, Materialnummern, Fertigungsauftrag, Mengenangaben und anderes enthält.

RFID-Projekt verknüpft Kanban-Ladungsträger und Unternehmens-Software

Die Kleinladungsträger werden zu Fertigungsaufträgen gebündelt und entsprechend der Produktionsplanung den Produktionslinien oder einer Folge von Produktionslinien zugeordnet. So wird auf Kleinladungsträger-Ebene die Produktionsplanung, die Produktionsausführung auf 60 Fertigungsstraßen und später der Einlagerungsprozess im RFID-gestützten Kleinteilelager automatisiert gesteuert.

Wer im Business-Intelligence-Bereich zu Hause ist, weiß, dass Planungslösungen immer komplexer werden. Das liegt nicht nur daran, dass die Inhalte umfangreicher und die Verzahnung der Planungsschritte enger werden. Der Anspruch an die Individualität der Planung, ihre rasche Implementation und weltweite Verfügbarkeit über Intranet/Internet tun ein übriges.

Die bei vielen Unternehmen genutzten Planungslösungen auf Basis von Excel genügen diesen Ansprüchen nicht immer. Abhilfe will hier die MIK AG mit ihrem Planungstool MIK-BIS Planner schaffen, da integrierten Lösungen mit umfassender Flexibilität und Funktionalität für alle Anforderungen die Zukunft gehöre.

Der Unterschied zu herkömmlichen Planungstools liegt beim MIK-BIS Planner in der Flexibilität und umfangreichen vorgefertigten Funktionalität. Da es vollständig in die Produktfamilie MIK-BIS integriert ist, gibt es weder zusätzliche Schnittstellen noch Lern- und Schulungsaufwand. Damit ist auch die Einbindung in die Ist-Analyse- und Berichtsumgebung gegeben.

Der Planner unterstützt komplexe Planungsprozesse durch einen ausgefeilten Workflow und ist webfähig. Vorgefertigte Planungsfunktionalitäten machen kurze Implementierungszeiten möglich. Er verfügt über leistungsfähige Planungsalgorithmen für die wichtigen Planungsbereiche wie Umsatz, Kosten, Personal, Investitionen, Bilanz, Gewinn und Verlust, Liquidität und Cashflow.

Martin Sonneck ist Fachpublizist für Management und IT in München

 

Die CIA im Unternehmen

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