Smart Logistic Services

Der Sprung ins smarte Zeitalter

| Redakteur: Sebastian Hofmann

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.): Erik Wirsing, Larry Terwey, Prof. Dr. Alexander Pflaum und Alexander Ochs. Man ist sich einig, dass die Branche noch viel tun muss, um die digitale Revolution zu meistern.
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.): Erik Wirsing, Larry Terwey, Prof. Dr. Alexander Pflaum und Alexander Ochs. Man ist sich einig, dass die Branche noch viel tun muss, um die digitale Revolution zu meistern. (Bild: Kurt Fuchs/CNA)

Am 6. und 7. Juli fand das 9. Logistik Forum der IHK Akademie Mittelfranken und Nürnberg statt. Unter dem Titel „Smart Services in der Intralogistik“ wurde unter anderem darüber diskutiert, wie Digitalisierung die Supply Chain verändert.

Beim zweitägigen Logistik Forum der IHK Akademie Mittelfranken in Nürnberg gab es Vortragsreihen, Podiumsdiskussionen und eine begleitende Fachausstellung zum Thema „Smart Services in der Logistik.“ Am 6. und 7. Juli tauschten sich die Besucher zu den Veränderungen in der Branche durch zunehmende Digitalisierung aus. Am Abend des ersten Veranstaltungstages richteten die Veranstalter zusätzlich die Logistics Innovation Night im Test- und Anwendungszentrum „L.I.N.K.“ des Fraunhofer IIS aus. Insgesamt besuchten das Forum rund 200 Gäste.

Ministerium fördert Innovationen

Als erster Speaker gab Hans-Peter Böhner, Ministerialdirigent im bayerischen Innenministerium, im Rahmen seines Grußworts die Zusage, zwei Innovationsprojekte mit Fördermitteln zu unterstützen. Bei den Vorhaben geht es um die Entwicklung intelligenter Lösungen für die letzte Meile der Paketzustellung. Beispielsweise will man Fahrzeuge konstruieren, die die Innenstadtlogistik ökologischer und ökonomischer machen sollen. Die Projekte basieren auf dem Mikro-Depot-Konzept und sehen beispielsweise den Einsatz von Lastenfahrrädern vor.

Weltweite Vernetzung im Fokus

Anschließend beschäftigten sich Larry Terwey, IoT Global Blackbelt bei Microsoft, und Prof. Dr. Alexander Pflaum, Leiter der Fraunhofer SCS, in ihren Keynotes mit der zunehmenden weltweiten Vernetzung und der wachsenden Bedeutung von Daten und Software. Terwey mahnte, Unternehmen sollten nun vor allem nicht in Panik verfallen. Vielmehr müsse ein klarer Anwendungsfall an die zu verwertenden Daten formuliert werden, der konkrete Anforderungskriterien enthält. Gleichzeitig wies Pflaum auf die Chancen der Digitalisierung hin: Produkte, die immer mehr Daten produzierten, könne man dazu nutzen, neue Geschäftsmodelle und Services zu entwickeln.

Podiumsdiskussion zur Rolle der Logistik

In einer anschließenden Podiumsdiskussion erörterten die beiden Vorredner gemeinsam mit Alexander Ochs, Prokurist bei Bayernhafen, die Frage „Smarte Services – Ist die Logistik Treiber oder Getriebene?“. Schnell waren sich die Teilnehmer einig, dass es trotz einzelner Vorreiter, die das Thema bereits konsequent angegangen seien, noch viel Nachholbedarf in der Branche gebe. Während Ochs den kombinierten Verkehr momentan in der „digitalen Steinzeit“ sieht, gebraucht Erik Wirsing, Head of Innovation bei Schenker, schon heute Datenanalysen, um zu ermitteln, welche Ressourcen morgen oder übermorgen benötigt werden. Darin sei man sich einig: Damit die Branche den Sprung ins smarte Zeitalter schaffen könne, brauche es plattformübergreifende Zusammenarbeit.

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