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Verpackung Der Tetra Pak wird 60 Jahre alt

Er kann getrost als "Geniestreich mit Ecken und Kanten bezeichnet werden" - der Tetra Pak, eine Erfindung aus Schweden, die in diesem Jahr 60-jährigen Geburtstag feiert. Zählt man alle verschiedenen Formen, Größen und Verschlüsse zusammen, existieren heute rund 7000 Varianten des Tetra-Pak-Getränkekartons.

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Weil das Bundesumweltministerium sie als ökologisch vorteilhafte Verpackung eingestuft hat, sind Getränkekartons pfandfrei.
Weil das Bundesumweltministerium sie als ökologisch vorteilhafte Verpackung eingestuft hat, sind Getränkekartons pfandfrei.
(Bild: djd/Tetra Pak)

Schweden ist nicht nur reich an Wäldern und Seen, sondern auch an Menschen mit schlauen Ideen. Schon viele praktische Produkte starteten von Skandinavien aus ihren Siegeszug durch die Welt. Eine der nützlichsten Alltagserrungenschaften „made in Sweden“ feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag: der Tetra-Pak-Getränkekarton. Wohl kaum ein Haushalt kommt heute ohne ihn aus. Den Karton gibt es für Getränke wie Milch, Säfte, stilles Wasser, Wein, Eistee und sogar für Suppen, Saucen und Dressings. Selbst Hunde- und Katzenfutter wird mittlerweile darin verpackt. Getränkekartons erleichtern den Alltag unzähliger Verbraucher. 0,0065 mm – dünner als ein Menschenhaar – ist dabei die in der Verpackung verwendete Aluminiumschicht, die Milch, Saft & Co. sicher vor Bakterien, Licht und Sauerstoff schützt.

„Handfeste“ Vorteile überzeugten schnell

Zurück geht all dies auf Ruben Rausing. Der Unternehmer aus dem südschwedischen Lund dachte erfolgreich „um die Ecke“ und brachte 1952 den ersten Tetra-Pak-Getränkekarton auf den Markt. Zunächst herrschte Skepsis, denn die namensgebende Tetraeder-Form war bestenfalls aus dem Geometriebuch, nicht aber für die Aufbewahrung von Lebensmitteln bekannt.

Die „handfesten“ Vorteile der praktischen Verpackungen überzeugten jedoch schnell. So ermöglichten Getränkekartons erstmals, dass durch die Ultrahocherhitzung und die aseptische Abfüllung Milch auch ohne Kühlung bis zu drei Monate aufbewahrt werden konnte. Die Zeiten, in denen sich die Verbraucher ihre Frischmilch noch allmorgendlich in Glasflaschen vom Milchwagen oder direkt beim Bauern abholen mussten, waren damit endgültig vorbei.

Die beste Art, Flüssiges zu stapeln

1963 wurde dem Ur-Tetraeder die heute weltbekannte Tetra-Brik-Verpackung zur Seite gestellt. Dank des handlichen Ziegelsteinformats überzeugte der schwedische „Hochstapler“ ab sofort quasi auch als Raumwunder: Denn besser als im Getränkekarton lässt sich Flüssiges wohl nicht lagern.

Auch in puncto Umweltschutz liegt der Geniestreich aus Schweden vorn. So bestehen Tetra-Pak-Getränkekartons bis zu 75 % aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, einer natürlichen und erneuerbaren Ressource. Hierzulande werden rund 65 % aller Getränkekartons recycelt. In Papierfabriken wird die Kartonfaser danach zum Beispiel zu Hülsenkartons, Tragetaschen und Wellpappe weiterverarbeitet.

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