Suchen

Luftfracht Deutsch-japanisches Joint Venture

| Redakteur: Benedikt Hofmann

All Nippon Airways (ANA), Japans größte Airline, und Lufthansa Cargo, eine der führenden Luftfrachtgesellschaften weltweit, haben ihr Joint Venture auf Strecken von Japan nach Europa erfolgreich gestartet.

Firmen zum Thema

ANA und Lufthansa Cargo haben ihr Luftfracht-Joint-Venture erfolgreich gestartet.
ANA und Lufthansa Cargo haben ihr Luftfracht-Joint-Venture erfolgreich gestartet.
(Bild: Lufthansa Cargo)

Am 1. Dezember 2014 haben beide Fluggesellschaften planmäßig mit dem gemeinsamen Verkauf von Sendungen auf Flügen zwischen Japan und Europa begonnen. Schon am 2. Dezember 2014 wurde die erste Sendung von ANA mit der Flugnummer NH 277 von Tokio nach London transportiert. Zuvor hatte sie die Spedition Schenker-Seino Co. Ltd über Lufthansa Cargo gebucht. Die Fracht bestand aus drei Einzelstücken und wog 153 kg. Dank der direkten Flugverbindung von ANA zwischen den beiden Metropolen konnte der Kunde seine Sendung den Fluggesellschaften zufolge rund 16 Stunden früher am Zielort in Empfang nehmen als über die Umsteigeverbindung via Frankfurt.

Umfangreicheres Netzwerk mit mehr Direktflügen und Flugzielen

Am selben Tag transportierte erstmals eine Frachtmaschine von Lufthansa Cargo mit Flugnummer LH 8385 eine über ANA gebuchte Ladung. Die Palette war 1,8 t schwer. Dank des Zugriffs auf Kapazitäten an Bord von Frachtern der Lufthansa Cargo können Kunden von ANA jetzt auch großvolumige Fracht sowie Sendungen, die ausschließlich auf Frachtern befördert werden dürfen, direkt von Tokio nach Frankfurt versenden. Das Joint Venture will Kunden ein umfangreicheres und dichteres Netzwerk mit mehr Direktflügen, Flugzielen und Frequenzen bieten. Durch die Zusammenlegung der Frachtabfertigung beider Frachtfluggesellschaften an zentralen Stationen wie den Flughäfen Tokio/Narita und Nagoya in Japan sowie Düsseldorf und Frankfurt in Deutschland profitieren die Kunden vor Ort von kürzeren Wegen, so eine Pressemitteilung.

Verbesserte Qualität und größerer Flexibilität

„Ich freue mich sehr über das erste Joint Venture dieser Art in der Luftfrachtindustrie. Diese Partnerschaft wird dank der größeren Streckenauswahl und des vielseitigeren Dienstleistungsangebots das Serviceangebot für unsere gemeinsamen Kunden erweitern", so Akira Okada, CEO von ANA Cargo. Zudem werden die Kunden von zusätzlichen Vorteilen wie verbesserter Qualität und größerer Flexibilität profitieren. Hinzu kommt die Zeitersparnis, da die Kunden bei der Anlieferung ihrer Sendungen nur noch eine Frachtabfertigung anfahren müssen. „Dank des Joint Ventures werden beide Fluggesellschaften ihre Position im globalen Wettbewerb stärken und die Auslastung ihrer Frachtkapazitäten weiter optimieren können“, unterstrich Okada.

Zusammenführung der Wirtschaftsräume in Japan und Europa

Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender von Lufthansa Cargo, kommentiert: „Diese Partnerschaft ist ein großes Plus für unsere Kunden. Sie werden von einem attraktiveren Netzwerk profitieren. Wir freuen uns schon darauf, unsere Zusammenarbeit mit ANA zu vertiefen. Zweifellos handelt es sich um einen weiteren Meilenstein in der Zusammenführung der Wirtschaftsräume in Japan und Europa.“ ANA hatte nach Einreichung eines entsprechenden Antrags im Frühling 2014 Anfang September vom japanischen Ministerium für Landesinfrastruktur und Transportwesen die kartellrechtliche Freigabe für das Joint Venture erhalten. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit von externen Rechtsprüfern hinsichtlich der Einhaltung der relevanten EU Anti-Trust-Richtlinien mit positivem Ergebnis bewertet.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43110310)