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Live vom Deutschen Logistik-Kongress 2016 Deutscher Logistik-Preis 2016 geht an AGCO und 4flow

| Autor: Benedikt Hofmann

Der Landmaschinenhersteller AGCO (unter anderem Fendt und Massey Ferguson) und sein Kooperationspartner 4flow sind Träger des Deutschen Logistik-Preises 2016. Ausgezeichnet wurde das Projekt „AGCO Smart Logistics“, durch das die traditionelle Beschaffungslogistik in eine digital voll integrierte Inbound Supply Chain überführt wurde.

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Der Landmaschinenhersteller AGCO (unter anderem Fendt und Massey Ferguson) und sein Kooperationspartner 4flow sind Träger des Deutschen Logistik-Preises 2016.
Der Landmaschinenhersteller AGCO (unter anderem Fendt und Massey Ferguson) und sein Kooperationspartner 4flow sind Träger des Deutschen Logistik-Preises 2016.
(Bild: Hofmann/MM LOGISTIK)

Übereicht wurde der Preis im Rahmen einer Galaveranstaltung am 19.10.2016, der Prinz Joachim zu Dänemark als Ehrengast beiwohnte. Laut Jury handelt es sich bei dem ausgezeichneten Projekt um einen „innovativen Kooperationsansatz innerhalb einer integrierten Supply-Chain-Management-Lösung“. Dabei basiert es auf der Grundidee der Zusammenführung eines intelligenten Transport-, Lieferanten- und Risikomanagements in einer zentralen Cloudlösung. Im Herzen der Lösung stehen smarte Algorithmen, die Bedarfe, Kapazitäten, Laufzeiten, Quelle-Senke-Relationen sowie geopolitische und wirtschaftliche Einflussfaktoren in Echtzeit analysieren. Auf Grundlage dieser Daten wird anschließend der optimale Materialfluss ausgewählt.

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Roland Tichy, der Vorsitzende der Jury, erklärte: „Wir alle wissen, dass die Veränderungsgeschwindigkeit in jüngster Vergangenheit weiter an Fahrt aufgenommen hat. Auch unser Preisträger durchlebt täglich diesen Wandel, geprägt von volatilen Märkten, steigender Netzwerkkomplexität und vor allem den Anforderungen seiner Smart Factories. Geprägt von diesem Wandel hat das Unternehmen die digitale Lücke zwischen den Smart Factories und der Inbound Supply Chain geschlossen.“

Der zwölfköpfigen Jury zufolge überzeugt das Projekt vor allem durch vier Faktoren:

  • Eine hybride Organisation für Planung und Steuerung des Inbound-Materialflusses,
  • eine cloud-basierte Supply-Chain-Management-IT-Lösung,
  • eine vollintegrierte Supply-Chain-Risk-Management-Lösung
  • und einen integrierten Lieferantenentwicklungsprozess.

AGCO und 4flow setzten das innovative Kooperationskonzept der Materialflussplanung und -steuerung weltweit in 20 Produktions- und After-Sales-Standorten um. Die Standorte wurden zusammen mit über 1500 Lieferanten und mehr als 70 Logistikdienstleistern auf eine gemeinsame Prozessbasis gesetzt. Parallel dazu wurde eine cloud-basierte IT-Lösung aufgebaut, die Transportmanagement mit Risikomanagement und Lieferantenmanagement in Echtzeit verknüpft. Durch die AGCO Smart-Logistics-Lösung kann das Unternehmen aktiven Einfluss auf Optimierungen nehmen sowie in Echtzeit auf globale Beschaffungsstörungen reagieren. „Damit gestaltet der Preisträger den Wandel zum voll integrierten Wertschöpfungsnetzwerk. Big Data wird zum Wertschöpfungstreiber“, so Tichy.

AGCO und 4flow konnten die Kosten in der Inbound-Supply-Chain des Landmaschinenherstellers in den vergangenen Jahren um mehr als 25 % reduzieren. Die Kosten für die Implementierung der Prozesse und IT konnten bereits nach einem Jahr amortisiert werden. Darüber hinaus wurden Liefertermintreue sowie Prozesskonformität um 10 % respektive 15 % gesteigert. Außerdem sorgt die höhere Auslastung für einen deutlich verringerten CO2-Footprint. Durch die gleichzeitig stark gestiegene Agilität hat sich das Unternehmen einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Mehr Informationen zum Thema „Big Data“ finden Sie in unserem Beitrag Big Data in der Intralogistik.

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