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Gotthard-Basistunnel Die „Alpäzähmer“ stehen bereit

Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Etwas mehr als ein Jahr bevor der Gotthard-Basistunnel am 11. Dezember 2016 in Betrieb genommen wird, hat SBB Cargo International in Köln Eifeltor ein neues Design für seine Lokomotiven, die auf dieser Strecke verkehren sollen, gezeigt.

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In Köln Eifeltor präsentierte das Schweizer Eisenbahnverkehrsunternehmen SBB Cargo International die erste von neun Lokomotiven im neuen „Alpäzähmer“-Look, die den Gotthard-Basistunnel befahren sollen.
In Köln Eifeltor präsentierte das Schweizer Eisenbahnverkehrsunternehmen SBB Cargo International die erste von neun Lokomotiven im neuen „Alpäzähmer“-Look, die den Gotthard-Basistunnel befahren sollen.
(Bild: SBB Cargo International)

Das Schweizer Eisenbahnverkehrsunternehmen präsentierte hierfür die erste von neun Lokomotiven im neuen „Alpäzähmer“-Look. „Alpäzähmer“ ist eine von SBB Cargo International geschützte Marke, bei der es sich um eine Wortkreation aus dem Substantiv „Alpen“ und dem Verb „zähmen“ handelt. Durch den Gotthard-Basistunnel (Länge: 57 km) sind die Alpen dem Unternehmen zufolge als Hindernis für den Güterverkehr bezwungen. Michail Stahlhut, CEO SBB Cargo International, erläutert im Rahmen der Präsentation, welche positiven Folgen das „Alpen Zähmen“ für den Güterverkehr hat: Tief durch das Gebierge fährt SBB Cargo International die höchsten Profile. Die größte Überdeckung beträgt 2300 m. Die Wettbewerbsfähigkeit für die Schiene steigt mit der anstehenden Realisierung des 4-Meter-Korridors deutlich, so das Unternehmen. Hierzu werden auf der Nord-Süd-Achse etwa 20 Tunnel angepasst werden müssen, um Sattelauflieger mit 4 m Höhe auf Bahnwagen transportieren zu können. SBB zufolge warten 400.000 Trailer auf eine Verlagerung auf die neue Strecke. Die EVUs rechnen insgesamt mit einem um 50 % wachsenden Markt.

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Kapazitätssteigerung von 29 %

„Es wird leichter für uns, schwerere Züge zu fahren. Eine Kapazitätssteigerung von 29 % bei einer durchschnittlichen Tonnage von 1600 t ist zu erwarten“, so Stahlhut. Sein Unternehmen wird bis zu 175 m längere Züge auf einer um 31 km reduzierten Strecke durch den Gotthard-Basistunnel fahren. „SBB Cargo International fährt mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels tiefer für höher, leichter für schwerer und länger für kürzer“, so fasst Stahlhut die Fakten, die das Jahrhundertwerk für den Güterverkehr in sich birgt, zusammen. Er betont allerdings auch die hohe und notwendige Erwartungshaltung an die Infrastruktur, die die entsprechende Stabilität schaffen muss, um ein Maximum an Effizienz gewinnen zu können.

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