Kommissioniersysteme

Die Daten für den Kommissionierer kommen per Brille

23.02.2010 | Autor / Redakteur: Paul Reiners / Bernd Maienschein

Im Lager des technischen Großhändlers Ludwig Meister werden pro Tag über 1000 Positionen kommissioniert. Die Pick-by-Vision-Kommissionierung verfügt dabei im Vergleich zu intuitiven Papierlisten über einen Zeitvorteil. Bild: MTM
Im Lager des technischen Großhändlers Ludwig Meister werden pro Tag über 1000 Positionen kommissioniert. Die Pick-by-Vision-Kommissionierung verfügt dabei im Vergleich zu intuitiven Papierlisten über einen Zeitvorteil. Bild: MTM

In der Logistik ist die Planung manueller Kommissioniersysteme eine Herausforderung. Im Fokus von Forschungsprojekten stehen deshalb Verfahren, die Planungsprozesse beschleunigen und im Ergebnis sicherer machen.

Bei Ludwig Meister ist die Logistik das Herzstück des Unternehmens. Das Lager des technischen Großhändlers am Standort der Firmenzentrale in Dachau umfasst derzeit etwa 10 000 laufende Meter Hoch- und Handregalfläche. Mehr als 50 000 Artikel, vorrangig für den Maschinenbau, sind hier gelagert und sofort lieferbar.

Technischer Goßhändler mit illustren Kunden

Die Kunden – darunter namhafte Hersteller wie Audi, UPM oder Osram – profitieren nicht nur von der Lieferfähigkeit, dem Notfallservice oder den zusätzlichen Ingenieurleistungen von Ludwig Meister, sie senken mit dem Outsourcen von Logistikprozessen gleichzeitig ihre eigenen Materialbeschaffungs- und Lagerkosten.

Aufgrund der Breite des Sortiments und der vielen Nebentätigkeiten wie Umverpacken oder Umetikettieren liegen Verbesserungspotenziale vor allem in der manuellen Kommissionierung. Hier setzt die Kooperation des Logistik-Unternehmens mit dem Lehrstuhl Fördertechnik Materialfluss Logistik (FML) an der TU München an.

Unternehmen und Hochschulinstitut profitieren von der Zusammenarbeit

Laut Max Meister, Junior-Chef der Ludwig Meister GmbH & Co. KG und Projektmanager Logistik, steckt die Idee dahinter, dass sein Unternehmen auf der einen Seite von neuen Ideen und neuen Konzepten profitiert und der Lehrstuhl auf der anderen Seite unbürokratisch neue Konzepte und Ansätze ausprobieren kann. Im Rahmen ihrer Forschungsprojekte nutzen die Wissenschaftler den realen Lagerbestand und die realen Auftragsdaten bei Ludwig Meister; die Zeitbausteine zur Analyse und Bewertung der Prozesse kommen von MTM.

Prof. Dr.-Ing. Willibald A. Günthner, Ordinarius des Lehrstuhls FML, sieht die größte Herausforderung für die Unternehmen darin, die Schwankungen bei der Nachfrage, die schlechte Prognostizierbarkeit, die hohe Dynamik der Märkte — also die „Volatilität der Realität“ – beherrschen zu lernen.

 

Was steckt hinter der Bezeichnung MTM?

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