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Lagerstrategien Die Lagerfähigkeit elektronischer Komponenten lässt sich verlängern

Ein Leitfaden des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) zur Langzeitlagerung elektronischer Bauelemente unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung einer Lagerstrategie für Bauelemente und Baugruppen, die über die garantierten Lagerzeiten hinaus bevorratet und verwendet werden müssen.

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Der Leitfaden des AK Lagerfähigkeit von Bauelementen und Baugruppen im ZVEI soll bei der Entwicklung einer besseren Vorratsstrategie helfen.
Der Leitfaden des AK Lagerfähigkeit von Bauelementen und Baugruppen im ZVEI soll bei der Entwicklung einer besseren Vorratsstrategie helfen.
(Bild: ZVEI)

Die Broschüre, die der ZVEI als kostenlosen Download anbietet, gibt Empfehlungen für Lagerbedingungen und Verfahren, welche die Alterungsprozesse verlangsamen und damit die Verarbeitbarkeit und Funktionalität der Komponenten erhalten. Komponenten können so nach Ablauf der von den Herstellern angegebenen maximalen Lagerungszeit weiterverwendet werden. Bei Überschreitung der zugesicherten Lagerungszeiten geht jedoch das Risiko vom Komponentenhersteller auf den Anwender über. Der Leitfaden beschreibt Alterungs- und Fehlermechanismen, die während langer Lagerung oder verzögerter Verarbeitung auftreten können. Der Fokus liegt nicht auf spezifizierten Beobachtungen, sondern auf physikalischen und chemischen Alterungsmechanismen. Abgeleitet werden daraus Empfehlungen zur Gestaltung von Prozessen für die Langzeitlagerung unter Einbeziehung von Lager- und Überwachungsstrategien.

Produktvielfalt lässt Pauschalaussagen nicht zu

Pauschale Aussagen zu Lagerzeiten und -bedingungen können aufgrund der Vielfalt und der technologischen Dynamik auf dem Komponentenmarkt nicht getroffen werden, wie der ZVEI in einer Pressemeldung schreibt. Zudem gibt es Materialien und Komponenten wie zum Beispiel Batterien, deren Lagerfähigkeit grundsätzlich nicht verlängert werden kann. Der Schlüssel für eine mögliche Verlängerung der Lagerfähigkeit ist deshalb die richtige Wahl von Materialen und Komponenten schon in der Designphase eines Produkts.

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