Verpackungstechnik

Die Mutter der Porzellankiste

| Autor: Benedikt Hofmann

Transportkisten und Paletten aus Holz werden gerade bei größeren Teilen und ganzen Anlagen genutzt.
Transportkisten und Paletten aus Holz werden gerade bei größeren Teilen und ganzen Anlagen genutzt. (Bild: HPE)

Schon seit Jahrtausenden nutzen Menschen die unterschiedlichsten Verpackungen, um beispielsweise Lebensmittel oder wertvolle Gegenstände vor äußeren Einwirkungen zu schützen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch in Industrie und Maschinenbau ist die Aufgabe einer Verpackung vorwiegend, das Transportgut zu schützen. Aber welcher Verpackungsprozess ist der richtige und wie bekommt man die Güter unbeschadet in die und aus der Verpackung? Wir wagen eine Annäherung.

Ob Chipstüte, Versandkarton oder Blister – Verpackungen sind aus unserem Leben schon lange nicht mehr wegzudenken. Ganze Industrien arbeiten daran, Produkte durch Verpackungen bestmöglich zu präsentieren und vor allem zu schützen. Das gilt aber nicht nur für die sogenannten Consumerprodukte, sondern auch im industriellen Bereich. Hier müssen ebenfalls Bauteile, Ersatzteile und ganze Anlagen so verpackt werden, dass der Prozess wirtschaftlich ist und die Transportgüter bestmöglich geschützt werden. Je nach Art, Größe und Menge des Produkts bieten sich verschiedene Prozesse und Verpackungsarten an. Die Bandbreite reicht dabei von hoch automatisiert bis individuell in Handarbeit.

Die Verpackung der kleinen Teile

Am meisten Gemeinsamkeiten haben das Verpacken von Konsumgütern und industriellen Produkten da, wo es vorwiegend um kleine Teile geht, die mit einer Maschine gehandhabt werden können. Das können beispielsweise elektronische Halbzeuge, mechanische Komponenten und chemische Gebinde sein. Häufig handelt es sich um aufwendig hergestellte, teure oder empfindliche Produkte – oder um dringend benötigte Teile, die just in time angeliefert und dem Produktionsprozess zugeführt werden. „Der Produktschutz spielt daher bei allen Beteiligten der Prozesskette, also Herstellern, Versendern, Großhandel und auch Kunden, eine wichtige Rolle“, erklärt Valeska Haux, Senior Director Corporate Marketing bei Multivac, einem Spezialisten für Verpackungslösungen. „Die Gefahr von Beschädigungen während des Transportes, beim Umladen oder bei der Lagerung ist sehr hoch. Zudem sind die Produkte klimatischen und anderen Belastungen ausgesetzt. Eine Verpackung, die in einem hochindustriellen Verpackungsprozess erzeugt wird, die gesetzlichen Regelungen sowie branchenüblichen Standards entspricht und die das Produkt vor allem wirkungsvoll schützt, ist also unerlässlich, gerade für solche Branchen.“

Um sich der Frage zu nähern, was eine Verpackungsmaschine in diesem Bereich leisten muss, ist es Haux zufolge hilfreich, einen Blick auf die Anforderungen im Unternehmen zu werfen: Hersteller von mechanischen Komponenten und Bauteilen verfügen demnach beispielsweise häufig über ein sehr breites Spektrum an Produkten, die sie in unterschiedlichen Zusammenstellungen, Packungsgrößen und Packstoffen auf den Markt bringen. In der Regel kommt in einem Betrieb eine Verpackungsmaschine zur Bewältigung einer hohen Variantenvielfalt zum Einsatz. Der Ausstoß ist sehr hoch, das Handling robust, den Mitarbeitern bleibt nicht viel Zeit für die Bedienung der Maschine.

„Die hieraus resultierenden Anforderungen deckt Multivac mit hocheffizienten Verpackungslösungen ab, die gleichzeitig maximale Flexibilität, hohe Verfügbarkeit, leichte Bedienbarkeit und größtmögliche Prozesssicherheit bieten“, so Haux. Weil der Verpackungsprozess unmittelbar der Produktion nachgeschaltet ist, legen Hersteller von Industriegütern auch auf Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit großen Wert, denn jeder Maschinenstillstand kostet Geld.

Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft der Expertin zufolge die Wirtschaftlichkeit und auch die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, gerade aufgrund sinkender Margen. Umso wichtiger ist es also gerade für viele Industriezweige, den Verpackungsprozess den tatsächlichen Bedürfnissen anzupassen, alle Optimierungspotenziale hinsichtlich Effizienz und Automatisierungsgrad auszuschöpfen und damit die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Die Bandbreite der Möglichkeiten, mit denen sich dies erreichen lässt, reicht von der Auswahl einer geeigneten Maschine und ihrer entsprechenden Ausstattungsoptionen über die Wahl der richtigen Verpackungstechnologie bis hin zu Wechselsystemen – für die Form-, Siegel- sowie Schneidwerkzeuge – und bis zu Zuführsystemen, Handhabungsmodulen, Etikettierlösungen und auch Kontrollsystemen.

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