Resilienz Die nächste Lieferkettenkrise beginnt in der IT
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Intralogistik-Verantwortliche denken in Fördertechnik, Durchsatz und Flächeneffizienz. Die eigentliche Steuerungsebene ist längst digital: Warehouse-Management-Systeme, Automatisierungssteuerung, ERP-Schnittstellen, cloudbasierte Planungstools. Diese Systeme laufen zunehmend auf externer Infrastruktur – und die wenigsten Unternehmen haben eine klare Antwort auf die Frage: Was passiert, wenn einer dieser Bausteine ausfällt?
Dienstagmorgen, 6:47 Uhr. Die Förderanlage steht still – nicht weil ein Antrieb ausgefallen oder ein Sensor defekt ist. Die Hardware ist intakt. Das Problem liegt woanders: Das Warehouse-Management-System ist nicht erreichbar. Der Software-as-a-Service-(SaaS-)Anbieter führt ungeplante Wartungsarbeiten durch. Aufträge können nicht freigegeben werden, Bestände nicht gebucht, Prioritäten nicht gesetzt. Der Durchsatz fällt auf null, obwohl im Lager alles betriebsbereit wäre. Dieses Szenario ist kein Einzelfall – es ist ein strukturelles Risiko, das in vielen Betrieben noch nicht systematisch bewertet wurde.
Intralogistik ist Software-getrieben – ob man will oder nicht
Wer heute ein modernes Lager betreibt, steuert es über Software. Warehouse-Management-Systeme koordinieren Einlagerung, Kommissionierung und Versand. Warehouse-Control-Systeme steuern Fördertechnik und automatisierte Lagersysteme. ERP-Schnittstellen verbinden den Lagerbetrieb mit Einkauf, Produktion und Vertrieb. Cloudbasierte Planungstools optimieren Slotting, Kapazitäten und Personalplanung.
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