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Deutscher Logistik-Kongress Erster rein digitaler Deutscher Logistik-Kongress eröffnet

Über 1000 Teilnehmer waren online dabei, als Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer den 37. Deutschen Logistik-Kongress heute eröffnete. Zwar an „altgewohnter“ Stelle in den Kongressräumen Potsdam I-III des Berliner Interconti-Hotels – aber rein digital.

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Das Plenum im Hotel Interconti, Kongressbesuchern als die große Bühne aus den verbundenen Sälen Potsdam I-III bekannt, wurde kurzerhand zum Sendesaal umfunktioniert.
Das Plenum im Hotel Interconti, Kongressbesuchern als die große Bühne aus den verbundenen Sälen Potsdam I-III bekannt, wurde kurzerhand zum Sendesaal umfunktioniert.
(Bild: BVL)

42 Jahre Bundesvereinigung Logistik (BVL) und 37 Jahre Berliner Kongressgeschichte – und jetzt das: Covid-19 hat auch die BVL als Veranstalter des 37. Deutschen Logistik-Kongresses (DLK) gezwungen, ihr Konzept zu adaptieren und rein digital zu werden. In seiner Eröffnungsrede erinnerte der Vorstandsvorsitzende der Lobbyvereinigung, Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, noch einmal an Dr. Hanspeter Stabenau, der 21 Jahre den Vorsitz der BVL innehatte und im Juni des Jahres im Alter von 85 Jahren verstorben war. „Man hat im Beruf nur dann Erfolg, wenn einem die Aufgabe Freude macht“ wird Stabenau immer wieder gerne zitiert.

Wimmer skizzierte die vier (nicht nur logistischen) Toptrends des Jahres 2020: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Restrukturierung und Kostendruck. Sein Haus würde unter dem Segel von „BVL.digital“ alleine 140 Stunden E-Learning-Angebote dazu bereithalten.

Logistik ist nicht innovativ? Falsch – wir reden nur zu wenig darüber.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorstandsvorsitzender BVL

Der Kongress, zu dem sonst weit über 3000 Teilnehmer zusammenkommen, sollte 2020 angesichts der Coronasituation als hybrides Format stattfinden, mit weniger Ausstellern und Teilnehmern vor Ort in den Hotels Interconti und Schweizer Hof – dafür mit zusätzlichem Livestream der Kongressinhalte. Rund eine Woche vor der heutigen Kongresseröffnung hatten die Verantwortlich jedoch entschieden, die Berliner Präsenzveranstaltung abzusagen und den Großteil der Kongressinhalte als rein digitales Format anzubieten. Weitere Teile werden als Webinare folgen, so die BVL.

Das Kongressmotto, das schon im November 2019 vor dem Auftreten der ersten Covid-19-Fälle formuliert worden war, gebe nach Aussage der Bundesvereinigung unverändert die Richtung vor: „Nachhaltig gestalten – Winning the Next Decade“. Wimmer: „Viele große Themen scheinen hinter den Pandemie-Auswirkungen kleiner geworden zu sein. Das sind sie aber nicht: Strukturelle Herausforderungen der Wirtschaft, nationale Egoismen, der Klimawandel, die Verkehrswende, die digitale Transformation, sie sind alle noch da.“

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