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Fashion-Logistik Exklusiv: Esprit vertraut beim Picken auf die Dropbox

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Was haben Fiege Logistik, der Modekonzern Esprit und die TGW Logistics Group eigentlich in den letzten fünf Jahren getrieben? Sie realisierten in Mönchengladbach eines der größten und automatisiertesten Fashion-Logistikzentren in Europa. Investitionsvolumen: Zweistelliger Millionenbetrag. MM Logistik hat es sich vor Ort angeschaut.

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Das Dropbox-Konzept ermöglicht einen einfachen Verpackungsvorgang mit hoher Leistung. Hier zu sehen sind die Dropboxen mit Inhalt in der Vorsortierung.
Das Dropbox-Konzept ermöglicht einen einfachen Verpackungsvorgang mit hoher Leistung. Hier zu sehen sind die Dropboxen mit Inhalt in der Vorsortierung.
(Bild: Fiege)

Die Logistik für Textil- und Fashion-Produzenten gehört zu den dynamischsten und komplexesten Sektoren innerhalb der Logistiklandschaft – und gewinnt mit dem neuen Esprit-Logistikzentrum DCE (Distribution Center Europe) in Mönchengladbach nun noch mehr an Geschwindigkeit. Ausgerüstet für mehr als 100 Mio. Teile sieht sich das neue Logistikzentrum bestens gerüstet für die anstehenden Aufgaben im dynamischen Umfeld der Logistik-Branche.

Dropbox-Konzept erspart viele Prozessschritte

Das Konzept, das durch TGW realisiert wurde, nennt sich Dropbox. Dabei wird die Ware im Batch-Prozess gepickt. Die gepickten Behälter werden gepuffert in einem Vorsortierpuffer, werden dann sortiert und dann der Verpackung zugeführt. So ergibt sich ein klassischer Pick-&-Pack-Prozess, nur dass beide Prozesse getrennt voneinander vollzogen werden. „Das Ganze ist im Direkt-Handling ausgeführt, das heißt, wir packen im Wareneingang nicht um, wir transportieren direkt die Kartons. Das erspart sehr viele Prozessschritte, das heißt es gibt im Wareneingang keine Palettierung, es gibt keine nachgelagerte Depalettierung und es gibt kein Umpacken in Behälter, sondern wir transportieren die Kisten so wie sie kommen“, erklärt Harald Schröpf, Geschäftsfüher der TGW Logistics Group.

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Günstige Infrastruktur war entscheidend für die Standortentscheidung

„Eines der wesentlichen Vorteile der Standorts Mönchengladbach ist die Nähe zum Esprit Headquarter in Düsseldorf (etwa 40 km), zudem liegen wir hier im Dreiländereck, man hat hier die Vorteile des Köln-Bonn-Flughafens sowie des Düsseldorfer Flughafens und wir liegen etwa auf der Mitte der Seehäfen Rotterdam und Hamburg“, so Herbert Marquardt, Geschäftsführer Fiege Logistik. Mit der Umsetzung des DCE in Mönchengladbach und die damit verbundene Zusammenfassung mehrerer Standorte lassen sich flexiblere Liefertermine realisieren. Ein bessere Transparenz des Bestands sowie der geringere Personaleinsatz durch die Automatisierung und die volle Intergration in das SAP-Umfeld waren weitere Aspekte die zur Realisierung des Projektes beigetragen haben.

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