Kran-Fernsteuerung Ferngesteuert ist der Kranbetrieb oft sicherer

Autor / Redakteur: Alexander Kalcher / Volker Unruh

Ein Zulieferer für Mobilkranhersteller hat im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen sein innerbetriebliches Kransystem auf aktuellen Stand bringen lassen. Neue Kransysteme machen den Produktionsbetrieb nicht nur effizienter, sondern durch fernbediente Anlagenteile auch sicherer.

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Durch den Einsatz der Funkfernsteuerung Aburemote können sich die Kranführer außerhalb des Gefahrenbereichs der langen Lasten aufhalten.
Durch den Einsatz der Funkfernsteuerung Aburemote können sich die Kranführer außerhalb des Gefahrenbereichs der langen Lasten aufhalten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Depa Gesellschaft für Kranauslegerbauteile mit Sitz in Leverkusen ist einer der größten Anbieter für Kranausleger auf dem deutschen Zuliefermarkt für die Mobilkran-Industrie. In der erst 13-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich der hochspezialisierte Stahlbaubetrieb zu einem wichtigen Partner für Autokran-Hersteller entwickelt. Mit 140 Mitarbeitern werden die bis zu 20 m langen Röhrenelemente hergestellt, die schließlich zu einem Teleskopausleger ineinandergeschoben werden.

Kranausleger werden immer aufwändiger

Während die Teleskopstufen noch vor wenigen Jahrzehnten einfache Vierkantrohre mit Kehlnähten waren, bestehen moderne Geräte aus aufwendig berechneten Halbschalen. Bei deutlicher Verringerung des Materialeinsatzes konnte so im Laufe der Jahre die Tragfähigkeit immer weiter erhöht werden.

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Alle großen deutschen Unternehmen der Branche decken einen Teil ihres Bedarfs bei Depa ab. Produziert wird dabei ausschließlich auftragsbezogen und nach den Konstruktionsunterlagen der Kranhersteller.

Anders als Depa selbst haben die Produktionsstätten im heutigen Innovationspark Leverkusen eine lange Geschichte. Der erste Hallenbereich stammt aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts und versprüht auch heute noch den Charme eines früheren Produktionszeitalters. Ein zweiter Bereich entstand zu Beginn der Neunzigerjahre.

Moderne Krananlagen für traditionsreiche Gebäude

1997 übernahm Depa den Betrieb und begann mit der Fertigung einzelner Rohrelemente für nur eine Autokran-Baureihe. Heute ist die Komplettfertigung vollständiger Ausleger in allen Traglastbereichen möglich. Mit wachsendem Erfolg und immer größerer Fertigungstiefe wurden die Immobilien umfassend renoviert.

Parallel dazu begann die Modernisierung der innerbetrieblichen Krananlagen. Depa entschied sich dabei für die Abus Kransysteme GmbH aus Gummersbach. Abus entwickelt, produziert und vertreibt Krananlagen für den innerbetrieblichen Transport, vom Leichtkran bis zum leistungsstarken Laufkran mit 120 t Tragfähigkeit. Abus setzt auf eine Serienkonzeption, bei der sich aus einer Vielzahl standardisierter Konstruktionsvarianten maßgeschneiderte Lösungen zusammenstellen lassen.

Auch Industriedenkmäler kann man noch produktiv einsetzen

Schritt für Schritt ersetzt Abus nun alte Anlagen durch moderne intralogistische Systeme. Inzwischen hat Depa Abus-Krane in unterschiedlichen Bauweisen und Tragfähigkeiten bis zu 16 t im Einsatz.

Zwei Ausnahmen gibt es jedoch: Die beiden ältesten Windwerkkonstruktionen in Gitterbauweise, die als Industriedenkmäler liebgewonnen wurden, bleiben weiterhin produktiv. Dies ist jedoch kein Indiz für eine mutmaßliche Rückständigkeit des Stahlbauers. Im Gegenteil – Depa ist modernen Techniken gegenüber sehr aufgeschlossen: Als einer der ersten Kunden setzt Depa die jüngst auf den Markt gebrachte Abus-Funkfernsteuerung Aburemote ein.

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