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Mitsubishi Electric/Robotronic Flexibles Spritzenhandling auf engstem Raum

| Redakteur: Jürgen Schreier

Gemeinsam mit dem Schweizer Robotikspezialist Robotronic präsentiert Mitsubishi Electric auf der Components 2014, die parallel zur Interpack 2014 in Düsseldorf stattfindet, eine neue Handlinglösung für die Zuführung von Fertigspritzen in eine Endverpackungsanlage.

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Die Spritzen-Handlinglösung kann 400 Spritzen pro Minute in die Entleerungsschiene eintakten. Mit einer Zusatzachse lassen sich mit dieser Lösung bis zu 600 Stück pro Minute verarbeiten.
Die Spritzen-Handlinglösung kann 400 Spritzen pro Minute in die Entleerungsschiene eintakten. Mit einer Zusatzachse lassen sich mit dieser Lösung bis zu 600 Stück pro Minute verarbeiten.
(Bild: Mitsubishi Electric Europe)

Mit ihrer besonders platzsparenden Bauweise, einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 600 Spritzen pro Minute und der Möglichkeit zur einfachen, schnellen Umrüstung zwischen verschiedenen Spritzen- und Trägerformaten ist die Lösung weltweit einzigartig.

Einwegspritzen werden schnell und flexibel dem Verpackungsprozess zugeführt

Die auf der Components 2014 gezeigte Lösung führt Einwegspritzen schnell und flexibel über ein Schienensystem dem Verpackungsprozess zu. Sie besteht aus zwei von Robotronic entwickelten, modular aufgebauten Roboterzellen, sogenannten MRT (modulare Robotertechnik). In einer Zelle übernehmen zwei exakt aufeinander abgestimmte Mitsubishi-Electric-Melfa-Roboter der RV-4FL-Serie das komplette Handling von Tubs und Spritzenträgern sowie den verschiedenen Spritzenformaten von 0,5 bis 10 Milliliter. Dazu verfügen sie über eine entsprechende Umrüstoption. Die zweite Zelle enthält einen drehbaren Magazinturm, der bis zu 20 mit den Spritzenträgern befüllte Tubs in die Anlage befördert.

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Das MRT-Basismodul nimmt mit 1 m x 1,30 m eine Fläche von knapp einer Europalette ein und ist 2,20 m hoch. Mike Weber, Eigentümer und Geschäftsführer der Robotronic AG, erklärt: „Entsprechende Handlingmaschinen gibt es schon lange am Markt. Die kompakte Bauweise macht unsere MRT einzigartig.

Eine ähnliche Maschine eines anderen Herstellers braucht in etwa drei- bis viermal so viel Platz. Und gerade daran mangelt es in der Produktion meistens.“ Das Konzept umfasst einen kompletten Komponentenbausatz, der sich anforderungsspezifisch zusammenstellen lässt.

Überkopf-Knickarmroboter führen sowohl Renesting- als auch Denesting-Aufgaben durch

Die beiden kompakten Überkopf-Knickarmroboter können sowohl Renesting- als auch Denesting-Aufgaben durchführen und verarbeiten in der Beispielapplikation 400 Spritzen pro Minute. Durch Integration einer zusätzlichen Achse lässt sich die Leistung der Zelle auf 600 Stück pro Minute erhöhen. Der Drehturm wird von einem Mitsubishi Electric Servomotor MR-J4 angetriebenen. Über den Turm lässt sich das MRT während des laufenden Prozesses nachladen und so die Standzeit auf ein Minimum reduzieren. Um die gleiche Autonomie mit einem Förderband zu erzielen, wäre ein Band von 4 m Länge erforderlich.

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