Werkstückbewegung Flotter zur prozessspezifischen Förderkette

Redakteur: Peter Königsreuther

Montec aus der Schweiz hat mit dem Transfersystem LT40 eine anpassungsfähige Möglichkeit geschaffen, mit der Förderketten lückenlos und effizienter „geschmiedet“ werden können.

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Das Transfersystem LT40 von Montec ist ein Doppel-Zahnriemen-System, auf dem die einzelnen Werkstückträger in einer Geschwindigkeit von bis zu 20 Meter pro Minute bewegt werden. Flexibel wird es durch diverse Umlenk- und Ausschleussysteme.
Das Transfersystem LT40 von Montec ist ein Doppel-Zahnriemen-System, auf dem die einzelnen Werkstückträger in einer Geschwindigkeit von bis zu 20 Meter pro Minute bewegt werden. Flexibel wird es durch diverse Umlenk- und Ausschleussysteme.
(Bild: Montec)

Beim Transfersystem LT40 handelt es sich nach Angaben von Montec um ein Doppel-Zahnriemen-Fördersystem. Es bewegt einzelne Werkstückträger mit bis zu 20 Metern pro Minute. Das LT40 kann in drei Baugrößen angefragt werden, heißt es weiter.

Mit den von Montec angebotenen Größenvarianten soll sich für jede Anwendung eine optimale Konfiguration finden lassen. Und die passenden Werkstückträger, die mit RFID ausgestattet werden können, um stets identifizierbar zu sein, gibt es dazu in sechs verschiedenen Größen:

  • Größe 1: 200 Millimeter × 200 Millimeter (Zuladung 7 Kilogramm);
  • Größe 2: 200 Millimeter × 240 Millimeter (Zuladung 8,4 Kilogramm);
  • Größe 3: 240 Millimeter × 240 Millimeter (Zuladung 8,4 Kilogramm);
  • Größe 4: 240 Millimeter × 320 Millimeter (Zuladung 11,2 Kilogramm);
  • Größe 5: 320 Millimeter × 320 Millimeter (Zuladung 11,2 Kilogramm);
  • Größe 6: 320 Millimeter × 480 Millimeter (Zuladung 16,8 Kilogramm).

Die Förderbänder werden nach Kundenwunsch mit den gewählten Komponenten bestückt und montiert ausgeliefert, so Montec. Zur Ansteuerung stehen zwei Typen von Antriebsreglern zur Verfügung.

Diese Systeme geben die richtige Richtung vor:

Eine Querausschleusung führt die Werkstückträger aus der Hauptförderstrecke hinaus und an einem anderen Punkt wieder hinein, erklärt der Anbieter. Die Werkstückträger werden dabei quer auf die nächste Transportstrecke gebracht.

Richtungsänderungen können über Umlenkungen (90 oder 180°) initiiert werden. Montec betont, dass die 90°-Umlenkung keinen eigenen Antrieb benötigt.

Dann gibt es noch Weichen. Sie lenken die Werkstückträger entweder um 90° um oder führen sie geradeaus weiter, erklärt Montec. Sowohl die Weiche als auch die Querausschleusung dienen quasi auch als Bypass in der Förderstrecke, merken die Schweizer an.

Zum Stoppen, Vereinzeln und Abbremsen eines oder mehrerer auflaufender Werkstückträger dient der gedämpfte pneumatische Vereinzeler respektive Stopper, der auch als Vorstopper verwendet wird. Alle Komponenten werden in Schwalbenschwanznuten geführt und sind deshalb einfach und stufenlos verschiebbar.

Wirkungsstarke Antriebe der Premiumklasse

Für Bearbeitungen auf dem Werkstückträger stehen die in das Förderband integrierbare Indexiervorrichtung oder die Positioniervorrichtung mit 1000 Newton Stützkraft zur Verfügung. Dann gibt es noch eine Aufsetzvorrichtung für bis zu 60 Kilonewton Vertikallast, ergänzt Montec. Aufgabenspezifisch können auch eine Hub-/Dreheinheit oder ein Lift in das Transportsystem eingebaut werden.

Die Antriebe des LT40 werden als energieeffizient beschrieben. Sie erfüllten nicht nur die EU-Mindestanforderungen der Effizienzklasse IE3, sondern sind mit 75 Prozent Wirkungsgrad deutlich besser als die für die Zukunft vorgesehene Super-Premium-Effizienzklasse IE4, betont Montec abschließend.

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