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Wasserstoff Fronius und Linde zeigen gemeinsamen Brennstoffzellen-Schlepper

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Das gemeinsame Projekt Hylog-Fleet (Hydrogen powered Logistic-System im Flotteneinsatz) stellen Fronius und Linde Material Handling auf der Cemat 2011 vor. Auf den Messeständen beider Unternehmen ist ein Brennstoffzellen-Schlepper zu sehen, der zeigt, wie innerbetriebliche Logistik zukünftig emissionsfrei und gleichzeitig effizient funktionieren kann.

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Einen Brennstoffzellen-Schlepper als Ergebnis ihres gemeinsamen Projekts Hylog-Fleet präsentieren Fronius und Linde an ihren Messeständen. Bild: Kroh
Einen Brennstoffzellen-Schlepper als Ergebnis ihres gemeinsamen Projekts Hylog-Fleet präsentieren Fronius und Linde an ihren Messeständen. Bild: Kroh
( Archiv: Vogel Business Media )

Dem Projekt liegt ein 2009 geschlossener Kooperationsvertrag zwischen dem österreichischen Batterieladesystemanbieter und dem Flurförderzeughersteller zugrunde, dessen Ziel es ist, am Ende eine Reihe von Lagertechnikgeräten mit dem innovativen Antrieb auszurüsten und als Alternative zum Elektroantrieb anzubieten.

Brennstoffzellen-Schlepper punktet mit null Emmissionen

Beim Brennstoffzellen-Antrieb wird durch eine chemische Reaktion von Wasserstoffmolekülen elektrische Energie freigesetzt. Der aus Wasserstoff gewonnene Strom versorgt den Elektromotor, der den Schlepper antreibt. Die Vorteile der Brennstoffzellen-Technik liegen im hohen Wirkungsgrad bei null Emission, denn das Abfallprodukt ist reines Wasser.

Das vorgestellte Fahrzeug basiert auf dem Linde-Schlepper P30 C mit 3 t Zugkraft. Darin eingebaut ist eine von Fronius entwickelte Brennstoffzelle der zweiten Generation, die sogenannte Fronius Energy Cell. Sie ist im Vergleich zum Vorgängermodell kleiner und kompakter geworden, wodurch der Wasserstofftank nicht mehr auf der Batterieabdeckung sitzt, sondern in den Batterieraum integriert werden konnte, so das Unternehmen.

Brennstoffzelle passt in Standard-Batterietrog des Schleppers

Das neue Design der Brennstoffzelle erlaube zudem den Einbau in einen Standard-Batterietrog, dessen Abmessungen sich ohne weitere konstruktive Veränderungen auch in Niederhubwagen und Kommissionierfahrzeugen wiederfinden. Durch diese Ausweitung des Einsatzfeldes ließen sich schneller größere Stückzahlen realisieren, um so die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffzellenlösung zu verbessern.

Im nächsten Schritt sollen die Fahrzeuge bei einem Projektkunden zum Einsatz kommen. Unter realen Bedingungen werden die Schlepper auf ihre Einsatztauglichkeit getestet. Nach und nach sollen weitere Fahrzeuge erprobt werden und die Erfahrungen in die Weiterentwicklung der Brennstoffzellen fließen.

Fronius International auf der Cemat 2011: Halle 26, Stand L16

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