Rechtliche Resilienz
Gesetzliche Pflicht und Wettbewerbsvorteil im Logistikunternehmen

Von Oliver Huq * 4 min Lesedauer

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Die sicherheitspolitische Zeitenwende hat die strategische Bedeutung von Logistikunternehmen grundlegend verändert. Was Entscheider lange fast ausschließlich unter Effizienz-, Kosten- und Globalisierungsaspekten betrachteten, steht heute unter einem erweiterten sicherheits- und geopolitischen Vorzeichen.

Nicht zuletzt aufgrund der NIS2-Richtlinie der EU müssen Betreiber kritischer und besonders wichtiger Einrichtungen konkrete Schutzmaßnahmen ergreifen.(Bild: ©  Rayn - stock.adobe.com)
Nicht zuletzt aufgrund der NIS2-Richtlinie der EU müssen Betreiber kritischer und besonders wichtiger Einrichtungen konkrete Schutzmaßnahmen ergreifen.
(Bild: © Rayn - stock.adobe.com)

Lieferketten sind keine rein ökonomische Strukturen mehr, sondern Elemente staatlicher und europäischer Stabilität. In Krisen- und Konfliktlagen werden sie zur Versorgungsader für Wirtschaft, Bevölkerung und die sicherheitsrelevante Infrastruktur. Mit dieser Bedeutungsverschiebung wächst auch der regulatorische Druck. Rechtliche Resilienz wird somit zu einem zentralen Bestandteil unternehmerischer Verteidigungsfähigkeit. Was das für Logistikunternehmen genau bedeutet, erklärt nachfolgender Beitrag.

Logistik zwischen Markt und Sicherheitsarchitektur

Viele Logistikunternehmen arbeiten mittlerweile in einem Umfeld, das regulatorisch deutlich anspruchsvoller ist als noch vor wenigen Jahren. Die Weiterentwicklung des IT-Sicherheitsrechts, insbesondere im Kontext des BSI-Gesetz und der EU-NIS2-Richtlinie, verpflichtet Betreiber kritischer und besonders wichtiger Einrichtungen zu konkreten Schutzmaßnahmen.