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Trotz der hohen Entnahmeleistung sinkt der Installationsaufwand für den Kommissionierplatz, da Arbeitsplatz-Einrichtungen wie PC, Bildschirm oder Kommissionierhilfen nicht mehr benötigt werden. So soll sich das System bereits nach sechs bis 18 Monaten amortisieren.
Einen weiteren Vorteil beschreibt Christoph Hahn-Woernle, geschäftsführender Gesellschafter von Viastore: „Mit Viapick können auch schwere oder unhandliche Produkte problemlos im Rund-um-die-Uhr-Betrieb fehlerfrei kommissioniert werden. Dadurch erhöhen sich Ergonomie und Arbeitssicherheit in der Kommissionierung deutlich.“
Das Mercury-System – eine Hybrid-Philosophie beim Kommissionieren
Salomon Automation setzt bei seinem automatischen Kommissioniersystem „Mercury“ auf eine etwas andere Philosophie, wie Hannes Neubauer, Mitglied der Geschäftsführung, erläutert: „Große Distributionszentren aus den Bereichen Lebensmittelhandel und Konsumgüterindustrie setzen verstärkt auf automatisierte Kommissionierung, um den hohen Liefer- und Qualitätsstandards dieser Branchen gerecht zu werden.“ Allerdings gehe der Trend zu Hybridsystemen, in denen, je nach Sortiment und Artikelstruktur, sowohl automatische als auch manuelle Techniken parallel eingesetzt werden können.
Diesen Trend hat Salomon Automation aufgegriffen und mit dem Mercury ein System entwickelt, das automatisches Kommissionieren bei hoher Investitionssicherheit und hoher Flexibilität hinsichtlich des Verpackungsformats der zu liefernden Produkte gewährleistet.
Kommissionieren lässt sich stufenweise automatisieren
So ermöglicht Mercury eine stufenweise Automatisierung der Kommissioniertätigkeit und vereint vollautomatische Komponenten für jene Artikel, bei denen keine manuellen Eingriffe erforderlich sind, mit halbautomatischen Komponenten, die ein rationelles Zusammenwirken von Kommissionierer und Anlage und somit optimierte Pickleistungen ermöglichen. Zu den zentralen Systemkomponenten zählen:
- das automatische Depalettieren,
- das Einlagern,
- das Kommissionieren und
- das Palettieren.
Konsolidierungspuffer im Zentrum des Kommissioniersystems
Die zentrale maschinenbauliche Einheit des Mercurys ist der Konsolidierungspuffer, in dem die Kundenaufträge nach Kriterien wie Packreihenfolge oder Sortimentstrennung zusammengestellt werden. Im Puffer, einem konventionellen Regalsystem, werden die Lieferpositionen der Aufträge kolliweise sortiert und nach sortimentsabhängigen Kriterien von Regalbediengeräten (RBG) eingelagert. Die Auslagerung eines Auftrags oder Teilauftrags übernimmt ein eigens hierfür entwickeltes Entnahmegerät, das die Kolli in sortierter Reihenfolge über eine Fördertechnik den Packstationen zuführt.
Das dem Mercury zugrunde liegende Verfahren erlaubt überdurchschnittlich hohe Kommissionierleistungen bei einem sehr breiten Artikelsortiment, wie Neubauer betont: „Bis zu 95% der Produktportfolios der definierten Branchen können de facto mit null Fehlern kommissioniert werden.“ Zu den weiteren Merkmalen von Mercury zählen der modulare Aufbau, Systemerweiterungen auch bei laufendem Betrieb sowie die leichte Kontrollierbarkeit des Gesamtsystems, das vom Lagermanagementsystem Wamas gesteuert wird.
Vom Entwurf bis zur Realisierung des ersten Mercury-Systems vergingen gerade einmal zehn Monate. Inzwischen ist das System erfolgreich beim spanischen Lebensmittelgroßhändler Cial Jesuman S.A. im Warenverteilzentrum in Santa Cruz, Teneriffa, in Betrieb und unterstützt die Belieferung der eigenen Supermärkte und Einkaufszentren.
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