Green Logistics GS Recycling baut Anlage zur Reinigung und Entgasung von Tankschiffen

Autor / Redakteur: Michael Düchting / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Mit speziellen Mehrkammerfahrzeugen transportiert die KS Logistic GmbH Reststoffe aus ganz Europa nach Sonsbeck. Die Unternehmenstochter GS Recycling macht sich dafür die logistischen Vorteile eines Hafenstandortes zunutze und erweitert nebenbei die Angebotspalette.

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Am Rhein-Lippe-Hafen erwarten die Recyclingprofis der KS Recycling GmbH die größten Schiffe, die den Rhein passieren können. Bild: EAW
Am Rhein-Lippe-Hafen erwarten die Recyclingprofis der KS Recycling GmbH die größten Schiffe, die den Rhein passieren können. Bild: EAW
( Archiv: Vogel Business Media )

Rund 52 000 m² Fläche stehen bereit. Schon bald machen sich die Bagger ans Werk und bereiten das Gelände am Rhein-Lippe-Hafen im Kreis Wesel für die GS Recycling GmbH und ihre Zukunftspläne auf. Neben einer neuen Löschbrücke für einen Jahresumschlag von 300 000 t Sonderabfall entstehen für eine umweltschonende und effiziente Aufbereitung gefährlicher Substanzen entsprechende Tanklager und Destillationsanlagen.

Damit hat sich das Sonsbecker Unternehmen seit 1965 einen Namen gemacht: die vollständige Wiederverwertung von Reststoffen, um diese dann als definiertes Produkt erneut dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen.

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Gasraum wird mit spezieller Absaugtechnik evakuiert

Geschäftsführer Guido Schmidt geht mit GS Recycling nun noch einen Schritt weiter. Mit einem Hafenstandort zwischen Voerde und Wesel bietet er Tankschiffen mit einem Ladevolumen von bis zu 5000 m² die professionelle Reinigung und Entgasung.

In Zukunft legen die Tanker am Steiger an, damit ihr Gasraum mit einer speziellen Absaugtechnik evakuiert wird. Damit keine flüchtigen Dämpfe entweichen können ist geplant, das Tanklager über eine Rohrleitung mit der Aufarbeitungstechnik zu verbinden. So gelangt warme Luft ins Innere des Schiffes, mit dem Effekt, dass flüssige Stoffe gasförmig werden.

Gleichzeitig wird die Abluft abgesaugt, um sie abschließend bei 1000 °C thermisch in einer Nachverbrennungsanlage zu verbrennen. Wird ein Tanker nicht richtig entgast, bevor beispielsweise Reparaturarbeiten durchgeführt werden, kann im schlimmsten Fall der Laderaum explodieren — ein Horrorszenario.

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