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Fördertechnik Igus-Pressekonferenz sendet „gemischte Signale“

Premiere für Igus aus Köln und die eingeloggten Fachjournalisten: Die erste Online-Pressekonferenz der Motion-Plastics-Experten hat das Team um Geschäftsführer Frank Blase am Mittwochnachmittag souverän gemeistert.

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Selbst produzierte Face Shields schützen die Igus-Experten bei der digitalen Beratung auf dem 400 Quadratmeter großen „Messestand“ in der Firmenzentrale.
Selbst produzierte Face Shields schützen die Igus-Experten bei der digitalen Beratung auf dem 400 Quadratmeter großen „Messestand“ in der Firmenzentrale.
(Bild: ©bongkarn - stock.adobe.com )

Der Buchtitel „Elf Freunde müsst Ihr sein“ des legendären Sportreporters Sammy Drechsel fiel mir spontan ein, als ich die Liste der an der Pressekonferenz beteiligten zehn „Spieler“ um den „Kapitän“ und Igus-Geschäftsführer Frank Blase gesehen habe. Von drei neuen Werken in Spanien, der Türkei und Großbritannien, über die Nachhaltigkeitsbemühungen seines Unternehmens und das mit 2 % „nicht ganz zufriedenstellenden Umsatzwachstum“ in 2019 berichtete Blase im Live-Stream vom virtuellen Messestand aus der Unternehmenszentrale in Köln-Porz.

Durchbruch der Innovationen

Obwohl man sich auch in Köln mit einem Umsatzrückgang in den ersten vier Monaten des Jahres von -11 % natürlich nicht gänzlich vom Abwärtstrend entkoppeln könne, blicke man bei einem rückläufigen Auftragseingang von nur -2 % optimistisch in die Zukunft. Rund 150 Maßnahmen habe man im Headquarter zur Bewältigung der Covid-19-Krise getroffen und in etwa 50 Webinaren weltweit ausgelotet, wie es weitergehen soll. „Es wird nach der Krise einen Durchbruch der Innovationen geben“, sagt Blase mit klarem Blick nach vorne, „und darauf wollen wir vorbereitet sein.“

Michael Blaß, Leiter E-Kettensysteme bei den Kölnern, skizziert die neue „autoglide-5“-Energiekette für Verfahrwege von Regalbediengeräten (RBG) von bis zu 80 m, die sich in Konkurrenz zur Stromschiene am Markt behauten will. Ein weiteres Anwendungsfeld der Kette in der Intralogistik sind natürlich die dort häufig genutzten Hallenkrane.

„Et ruckelt sich zurecht!“

Ein anderes Thema ist die vorausschauende Wartung und Zustandsüberwachung mit „Smart Plastics“. Bei weltweit 20 Containerkranen würde diese Technik inzwischen über den Zustand der Ketten informieren und die Tage bis zur nächsten empfohlenen Wartung in einem Web-Dashboard anzeigen. Über Beacons ließen sich Verfahrwege der Ship-to-Shore-Krane von bis zu 1000 m zuverlässig überwachen.

Dass man die derzeitige Situation, trotz aller Verlustängste und schon eingetretener Schäden, nicht nur bierernst nehmen muss, beweist Igus in typisch rheinländischer Manier mit einem kurzen Song, der mitgestreamt wird. Titel: „Et ruckelt sich zurecht!“ Das beschreibt die Lage ganz gut, denn im Moment, so Geschäftsführer Blase abschließend, seien die Lieferketten intakt, zwei bis drei Tage Lieferzeit der Durchschnitt.

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