Workforce Management Individuelle Arbeitszeitmodelle und fristgerechte Produktion im Einklang

Von Katharina Röhrig

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Die digitale Transformation erreicht immer mehr Industriebetriebe und sorgt für große Umbrüche in Produktions- und Lagerhallen. Arbeitsplätze werden mit neuen Technologien ausgerüstet, Abläufe standardisiert und automatisiert, Prozesse digitalisiert – kurz: New Work hält Einzug in Industrie und Logistik.

GFOS steht für innovative Software und Cloud Services in den Bereichen Workforce Management, MES und Security – für Großkonzerne wie auch kleine und mittelständische Betriebe.
GFOS steht für innovative Software und Cloud Services in den Bereichen Workforce Management, MES und Security – für Großkonzerne wie auch kleine und mittelständische Betriebe.
(Bild: Pexels/Kateryna Babaieva )

Klassische Modelle zur Arbeitszeit und zum Arbeitsstandort werden im Zuge von Industrie 4.0 aufgeweicht: Mitarbeiter fordern weit mehr Flexibilität – Remote-Work und Schicht-Tauschbörsen werden deshalb immer relevanter. Innovative IT-Konzepte für die Personaleinsatzplanung unterstützen die digitale Transformation – und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Neben Industrie 4.0 als Konzept für die Digitalisierung etabliert sich New Work als Modell für die Modernisierung der Arbeitswelt: Individuelle Arbeitszeit und Homeoffice haben seit Beginn der Coronapandemie massiv an Bedeutung und Akzeptanz gewonnen, eine gute Work-Life-Balance wird für qualifiziertes Fachpersonal immer wichtiger. Büroarbeit lässt sich – Digitalisierung, leistungsstarke und sichere Internetverbindungen und Vertrauen vorausgesetzt – schließlich von jedem Standort aus erledigen. Immer mehr Mitarbeitende und Unternehmen haben inzwischen die Vorteile von Remote-Work erkannt und wollen diese langfristig etablieren. Zumindest einzelne Arbeitstage können in Absprache zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften dauerhaft ins Homeoffice verlegt werden. Vor allem Teilzeitkräfte und Mitarbeiter mit langen Anfahrtswegen fordern Remote-Work verstärkt ein.

Produktion und Logistik: Flexible Arbeitszeitmodelle statt Remote

Für Fachkräfte in der Produktion und Logistik allerdings ist Remote-Work nicht umsetzbar. Handwerkerinnen und Handwerker oder Maschinenführerinnen und Maschinenführer können ihre Arbeit schließlich nicht aus dem Homeoffice heraus erledigen, sondern werden zwingend vor Ort gebraucht. Dennoch wünscht sich auch diese Gruppe zunehmend eine Flexibilisierung der Arbeit. Zumindest was Arbeitszeitmodelle betrifft können Unternehmen diesem Wunsch nachkommen – und sollten es angesichts des steigenden Fachkräftemangels auch, um Mitarbeitende langfristig an sich zu binden.

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Hier kommen nun Workforce-Management-Lösungen ins Spiel, die die Module Zeitwirtschaft und Personaleinsatzplanung umfassen und dabei unterstützen, die Motivation und Produktion der Mitarbeitenden zu steigern. Denn mit einem Workforce Management können Unternehmen individuelle Arbeitszeitmodelle anbieten, ihren Mitarbeitenden die gewünschte Flexibilität ermöglichen und letztlich die Produktivität ihrer Mitarbeiter steigern.

Schichten flexibler gestalten, Liefertermine berücksichtigen

Workforce-Management-Lösungen ermöglichen die perfekte Organisation, Dokumentation und Verwaltung. So lassen sich Einsätze und Schichten der Mitarbeitenden unter Berücksichtigung von Lieferterminen, Qualifikationen, Gerechtigkeit und individuellen Wünschen flexibler gestalten, zum Beispiel mit einer Diensttauschbörse. In einem speziellen System haben Angestellte so die Möglichkeit, einzelne Schichten anzubieten und untereinander zu tauschen. So sind individuelle Planungen möglich – unter Einhaltung zuvor konfigurierter Vorgaben, damit sichergestellt ist, dass die benötigten Fachkräfte vor Ort sind und Produktions- und Lieferfristen eingehalten werden. Wird zum Beispiel eine Fachkraft mit besonderen Qualifikationen für die Bearbeitung eines Auftrags in der Produktion gebraucht, kann diese Schicht auch nur an einen ähnlich qualifizierten anderen Mitarbeitenden abgegeben werden.

Wo Remote-Work in Produktion und Logistik schlecht oder nicht umsetzbar ist, spielen zumindest flexible Arbeitszeitmodelle eine immer wichtigere Rolle, will man Mitarbeitende dauerhaft halten.
Wo Remote-Work in Produktion und Logistik schlecht oder nicht umsetzbar ist, spielen zumindest flexible Arbeitszeitmodelle eine immer wichtigere Rolle, will man Mitarbeitende dauerhaft halten.
(Bild: GFOS )

Die Diensttauschbörse greift über Schnittstellen unter anderem auf die Produktions- und Feinplanung zu, um von dort Informationen über anstehende Aufträge und Fertigungen einzubeziehen. Gleichzeitig werden Daten aus anderen Workforce-Management-Modulen abgerufen – individuelle Präferenzen der einzelnen Fachkräfte finden sich in den jeweiligen Datensätzen. Gleiches gilt für Qualifikationen, Urlaubstage oder andere Abwesenheiten sowie weitere relevante Informationen.

Ganzheitliche Vernetzung der Systeme

Der stetige Datentransfer, die Vernetzung der relevanten Systeme und die leistungsstarke Funktionsweise eines Gesamtsystems ermöglichen es, dass die Anforderungen der Unternehmen mit den Wünschen der Mitarbeitenden in Einklang gebracht werden. Voraussetzung dafür sind eine datenbasierte Produktionssteuerung und eine ganzheitliche Vernetzung der Systeme für einen reibungslosen und fehlerfreien Daten- und Informationsfluss. Übergeordnete Enterprise-Ressource-Planning-(ERP-)Systeme dienen dabei der unternehmensweiten Verwaltung und Organisation von Kundendaten, Aufträgen, Rechnungen und vielem mehr. In der Produktion haben sich zudem Manufacturing Execution Systems (MES) als optimale Lösung erwiesen, wenn es um das Planen, Überwachen, Steuern, Optimieren und Auswerten von sämtlichen produktionsnahen Prozessen geht. ERP und MES greifen dabei unmittelbar ineinander und schaffen wertvolle Synergien. Idealerweise enthält das Gesamtsystem neben einer Workforce-Management-Lösung und einem MES auch ein digitales Zutritts- und Sicherheitskonzept.

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Workforce-Management-Lösungen haben aber noch weitergehende, effizienzsteigernde Effekte für die Industrie. Die Grundlage eines solchen Systems bildet die Einführung einer professionellen Zeitwirtschaft; ist es darüber hinaus modular und skalierbar aufgebaut, lässt es sich stetig anpassen und erweitern. Unternehmen erhalten somit ein individuelles System, das sich konkret auf ihre individuellen Anforderungen abstimmen lässt.

Die Vielzahl hochspezialisierter Module eines MES sind auch bei einer Workforce-Management-Software zu finden. Sie erlaubt es Unternehmen daher, bedarfs- und zukunftsorientiert zu planen. Dabei werden die branchenspezifischen Besonderheiten einbezogen und Anforderungen, die sich durch die Unternehmensgröße und verschiedene Standorte ergeben, optimal im System abgebildet.

Fazit

Für die Industrie und die Logistikbranche bieten Workforce-Management-Lösungen offensichtliche Mehrwerte: Angestellte profitieren von größtmöglicher Flexibilität durch individuelle Arbeitszeitmodelle; Unternehmen steigern dadurch die Zufriedenheit und Motivation ihrer Mitarbeitenden und binden sie langfristig an sich – was angesichts des Fachkräftemangels wichtiger denn je ist. Workforce-Management-Lösungen lassen sich zudem direkt mit der Software aus dem Bereich der Produktionssteuerung verbinden. So lässt sich ein Gesamtkonzept implementieren. Unternehmen können so das Fertigungsmanagement prozess- und zeitoptimiert durchführen und ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit steigern. ■

* Katharina Röhrig ist Geschäftsführerin bei der GFOS mbH in 45141 Essen, Tel. +49 201 613000, info@gfos.com

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