SCM

Inform optimiert Prozesse bei Babor

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Mithilfe des Optimierungssystems Add One von Inform werden einzelne Planungsinseln in der Absatz-, Beschaffungs- und Produktionsplanung schrittweise aufgebrochen und in einem gemeinsamen Ansatz gebündelt.
Mithilfe des Optimierungssystems Add One von Inform werden einzelne Planungsinseln in der Absatz-, Beschaffungs- und Produktionsplanung schrittweise aufgebrochen und in einem gemeinsamen Ansatz gebündelt. (Bild: Babor)

Babor, ein Anbieter von Premium-Kosmetik, will seine Supply-Chain-Prozesse zukünftig ganzheitlich und transparent verwalten. Mithilfe des Optimierungssystems Add One von Inform werden hierzu einzelne Planungsinseln in der Absatz-, Beschaffungs- und Produktionsplanung schrittweise aufgebrochen und in einem gemeinsamen Ansatz gebündelt.

Die integrierte Planung bringt demnach das strategische und operative Management unterschiedlicher Abteilungen im Unternehmen zusammen und koordiniert dieses, sodass robuste, optimierte Prozesse entstehen. Das Ergebnis ist dem Unternehmen zufolge eine durchgängig steuerbare Supply Chain sowie mehr Kollaboration und Transparenz entlang der Lieferketten. Im Rahmen des mehrstufigen Projekts hat Babor mit Unterstützung des Software-Anbieters Inform zunächst im Headquarter am Standort Aachen auf eine Simultane Produktionsprogrammplanung (SPPP) umgestellt. Für 2016 ist die Netzwerkanbindung der Tochtergesellschaft in den USA geplant.

Die besonderen Herausforderungen für das Supply Chain Management (SCM) bei Babor liegen in den teils eingeschränkte Erntezeiten der hochwertigen Rohstoffe, ihrer begrenzte Haltbarkeit sowie dem Verlangen der Kunden nach immer neuen Beauty-Innovationen begründet. „Für eine optimale und vorausschauende Planung müssen die geringe Mindesthaltbarkeit, kurze Beschaffungszeiten sowie die hohen Änderungsraten seitens der Kundennachfrage berücksichtigt werden. Diese Faktoren erfordern ein sehr hohes Maß an Flexibilität und Transparenz“, sagt Rupert Freutsmiedl, Director Supply Chain Management & Member of the Executive Committee bei Babor, und fügt hinzu: „Die zuständigen Planungsverantwortlichen stießen mit den Zahlen aus dem ERP-System zunehmend an ihre Grenzen. Wir haben deshalb nach einer Optimierungssoftware gesucht, mit der sich unsere SCM-Prozesse in einem Fluss, ohne Medienbrüche, abbilden lassen und die uns präzise Prognosen zu Abweichungen und Engpässen im System liefert.“ Das Unternehmen entschied sich deshalb für eine integrierte Planung und Steuerung seiner Supply-Chain-Prozesse mithilfe des Optimierungssystems Add One von Inform.

Integrierte Planung stärkt kollaboratives Handeln

Inzwischen wurde die erste Projektphase, die Umstellung auf eine Simultane Produktionsprogrammplanung, erfolgreich realisiert. „Diese berücksichtigt mehrstufig in einem Schritt sowohl die kapazitive Machbarkeit als auch die Verfügbarkeit der Waren. Der Unterschied zu klassischen Konzepten ist die Planung in Zeitintervallen, auch Bucketplanung genannt. Das bedeutet eine gröbere, aber dafür robuste Planung, die sich auch tatsächlich umsetzen lässt und durch diese Verlässlichkeit letztendlich die Beschaffungsvorgänge viel genauer steuert. So erreicht man nicht nur eine Bestandsreduzierung, sondern auch eine wesentlich zuverlässigere und stabilere Lieferkette, vom Kundenauftrag bis hin zur Beschaffung der Rohware“, erklärt Peter Frerichs, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Beratung & Strategie des Geschäftsbereichs Inventory & Supply Chain bei Inform.

Um das Projekt „Integrierte Planung“ bei Babor abzuschließen, sollen als nächstes die Absatz- und Beschaffungsplanung eingebunden und durch das System optimiert werden. 2016 ist zudem die Netzwerkplanung und damit verbunden die Einbindung der größten ausländischen Tochtergesellschaft in den USA geplant. Babor hat für das Projekt „Integrierte Planung“ mit Dirk Voßen als Demand Planner eine neue Position im Unternehmen geschaffen. „Diese Position bildet eine Schnittstelle zwischen Sales und Operations. Dafür stehe ich im regen Austausch mit beiden Unternehmensbereichen, um frühzeitig zu klären, was aus Planungs- und Kapazitätensicht möglich ist und was nicht. Integrierte Planung bedeutet für uns, abteilungsübergreifend und kollaborativ zu arbeiten, denn nur so ist eine durchgängige Steuerung möglich. Es zählt nicht mehr nur, dass einzelne Inseln ihre Pläne erfüllen, vielmehr soll der ganze Prozess zu einem wirtschaftlichen Ergebnis führen und Deckungsbeiträge erwirtschaften“, so Dirk Voßen, Supply Chain Management Demand Planner und Projektleiter APS System, über seinen neuen Verantwortungsbereich.

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